Begräbnisrituale Erreichbar bis in den Tod


Ein neuer Trend aus Südafrika findet auch im Rest der Welt Anhänger: Wer stirbt, lässt sich ein Handy mit in den Sarg legen. Die Gründe: Aberglaube - oder Wichtigtuerei.

Ständig erreichbar sein, auch im Grab - darauf wollen Menschen offensichtlich auch im Tod nicht verzichten. Nach einem Bericht des britischen Rundfunksenders BBC lassen sich immer mehr Menschen zusammen mit ihrem Handy begraben.

Der Trend sei in Südafrika entstanden, berichtete Martin Raymond, Chef eines Forschungsinstituts, dem Sender nach einem Bericht vom Mittwoch. Aus Sorge, durch einen Zauber nur verhext und nicht wirklich tot zu sein, wollten die Begrabenen auch im Sarg noch mit der Welt in Verbindung treten können. Auf Wunsch würden auch Batterien zum Nachladen mitgegeben. Denn niemand wisse, wie lange der Zauber wirke.

Dick auftragen noch im Sarg

In Australien wurde festgestellt, dass mancher auch im Tod mit Hilfe der modernen Technik seinen Reichtum und Lebensstil zur Schau stellen wolle. "So wollte ein Mann mit Handy und Laptop in den Sarg," sagte Raymond.

Dass sich auch immer mehr Amerikaner mit ihren Mobiltelefonen ins Jenseits verabschieden, fanden die Experten durch kleinere Explosionen bei Feuerbestattungen heraus. Die Batterien von Handys waren der starken Hitze nicht gewachsen.

DPA DPA

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker