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CES 2012 - Erstes Smartphone mit Medfield-Chip von Intel: Lenovo K800 - Ein erster Test

Intel hat auf der CES für eine der größten Überraschungen der Messe gesorgt. Mit einem Atom-Chip steigt der US-amerikanische Chiphersteller nun in den Smartphone-Markt ein. Das Lenovo K800 wird das erste Smartphone mit Intels Atom-Chip sein.

Intel hat auf der CES für eine der größten Überraschungen der Messe gesorgt. Mit einem Atom-Chip steigt der US-amerikanische Chiphersteller nun in den Smartphone-Markt ein. Das Lenovo K800 wird das erste Smartphone mit Intels Atom-Chip sein.

Bisher finden sich Atom-Chips in einer Reihe von unterschiedlichen Geräten wie Netbooks, PCs aber auch Smart-Fernsehern. Nun möchte Intel mit einem Smartphone-Atom-Chip ARM die Stirn bieten.

Lenovo ist neben Motorola eines der Unternehmen, das eine Partnerschaft mit Intel angekündigt hat. Der sogenannte Medfield-Chip wird aber nicht nur in Smartphones, sondern auch in Tablets beider Firmen eingesetzt werden.

Dass der Medfield-Chip dem Lenovo K800 zugute kommt, zeigt ein erster Test.

Auf den ersten Blick ist das K800 ein großes Smartphone, das sich etwas klobig anfühlt. Dieser Eindruck überwiegt aber nicht so sehr, dass man vom Kauf abgeschreckt wäre. Das Lenovo-Smartphone ist nur zehn Millimeter dick, aber mit einem 4,5 Zoll großen Display sehr breit. Das TFT-Display bietet eine Auflösung von 720p und eine gute Wiedergabequalität.

Während das Smartphone in seinem Äußeren eher konventionell wirkt, ist das beim integrierten Betriebssystem nicht der Fall. Ausgestattet mit Android 2.3 hat Lenovo dem Smartphone eine Benutzeroberfläche verpasst, die das Google-OS fast bis zur Unkenntlichkeit verändert. Zum Beispiel gibt es beim Startmenü kreisförmig angeordnete Menüpunkte, die Shortcuts zu Apps oder Anwendungen darstellen. Das Startmenü lässt sich außerdem individuell anpassen.

Es braucht eine Weile, bis sich der Android-gewöhnte Anwender mit der neuen UI zurechtfindet, aber Lenovo ist bestrebt, hauptsächlich den Bildschirm des Startmenüs als Ausgangspunkt zu nutzen, um das Navigieren durch viele, verschachtelte Menüpunkte zu vermeiden.

Es gibt außerdem eine virtuelle App-Taste oben rechts auf dem Bildschirm, mit der man zur App-Auflistung gelangt. Mittels einer Wischgeste nach rechts oder links gelangt man zu weiteren Bildschirmen, die optional beispielsweise mit Widgets versehen werden können.

Aufgrund des Intel-Prozessors reagiert das K800 flott in allen Bereichen wie dem Browsen, der Nutzung der Apps sowie der Kamera. Diese ist mit 8 Megapixel ebenfalls nicht zu verachten.

Aber auch beim Lenovo K800 müssen besonders US-amerikanische Kunden Abstriche machen, denn das Smartphone verfügt nicht über LTE-Funktionalität, sondern beschränkt sich auf 3G. Dafür können User NFC-Technologie sowie einen HDMI-Anschluss nutzen.

Das K800 von Lenovo wird zuerst in China auf den Markt kommen und im Laufe des Jahres global erscheinen. Bisher gibt es aber noch keine Angaben zu einem Erscheinungstermin oder dem Preis in Deutschland.

TechRadar / Tech Radar
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