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Datenklau: Schutz gegen die Werbeflut

Um sich vor dem Handel mit persönlichen Daten wie Hobbys zu schützen, sollten Verbraucher den Angeboten von Gewinnspielen möglichst widerstehen. Doch was ist zu tun, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist? Es gibt Möglichkeiten, sich vor Werbeanrufen und Reklame-Flyern im Briefkasten zu schützen.

Von Massimo Bognanni

Jeder kann sich mit verschiedenen Schreibweisen seines Namens in die Robinsonliste des Deutschen Direktmarketingverbandes (DDV) eintragen lassen. Der Eintrag gilt für fünf Jahre und muss danach erneuert werden. Doch Vorsicht: An der Aktion beteiligen sich nicht alle Adresshändler – einen umfassenden Schutz bietet die Robinsonliste also nicht.

Widerspruch direkt beim Datenhändler

Wer sich auf die Robinsonliste des DDV nicht verlassen möchte, kann die Nutzung seiner Daten auch direkt bei den Adresshändlern widerrufen. Zu den größten Händlern in Deutschland zählen die Schober Information Group, AZ Direct und die Global Group. Auch die Deutsche Post und die Telekom geben Daten an Dritte weiter, sobald der Kunde zugestimmt hat.

Bei der Schober Information Group finden Sie Anträge zur Selbstauskunft sowie zum Widerspruch gegen die Nutzung der eigenen Daten.

Kontakte zur Global Group und zu AZ Direct

Die Global Group erhebt nach eigenen Angaben über die Adressen hinaus keine personenbezogenen Daten. Die Adressen erhält das Unternehmen vor allem von Versandhäusern. Wer wissen möchte, woher genau die bei der Global Group gespeicherten Adressen stammen, kann dies telefonisch unter der 061 26 / 93 75 – 0 beantragen. Das Unternehmen verspricht, innerhalb einer Woche zu antworten.

An den Datenschutzbeauftragten der Bertelsmann-Tochter AZ Direct können Sie sich wenden, um eine Selbstauskunft einzuholen oder einen Widerspruch einzureichen.

Kontakt zur Deutschen Post

Auch die Deutsche Post gibt nach Einwilligung des Kunden Daten weiter. Wer sich nicht sicher ist, ob er eine solche Einwilligung unterschrieben hat, oder seine Einwilligung zurücknehmen möchte, kann sich an die Datenschutzbeauftragte des Konzerns wenden. Auch bei der Deutschen Telekom gibt es einen entsprechenden Kontakt.

Mithilfe von Unternehmensangaben sammeln sogenannte Auskunfteien Informationen zum Zahlungsverhalten der Kunden. Mithilfe der Daten erstellen die Auskunfteien einen Score, also eine Note für das Zahlungsverhalten. Fällt der Score schlecht aus, kann dies dazu führen, dass der Betroffene Schwierigkeiten bei der Aufnahme eines Kredits oder Finanzierungskaufs bekommt.

Was wissen Auskunfteien über mich?

Die wohl bekannteste Auskunftei ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa. Jeder Bürger kann die von ihm gespeicherten Daten einsehen und auch die Nutzung der personenbezogenen Daten jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.

Auch die Creditreform-Tochter CEG bietet die Möglichkeit für Kunden, eine Eigenauskunft einzuholen. Name, Vorname, Geburtsdatum und die Wohnadressen der letzten fünf Jahre sind nötig, um bei Arvato Infoscore eine Selbstauskunft einzuholen.

Musterbriefe zum Runterladen

Der Bundesverband Verbraucherzentrale bietet in der Rubrik "Dokumenten-Download" verschiedene Musterbriefe an: Zum einem über die Auskunft und den Widerruf bei der Weitergabe von Daten, zum anderen ein Widerspruch gegen die Abbuchung ohne Einzugsermächtigung.

Auch der Verein Antispam bietet zahlreiche Mustertexte zum Download an, darunter eine Abmahnung an Lotteriebetreiber, eine Beschwerdemail und eine Unterlassungserklärung.

Haben die Verbraucher, die sich nun mühsam um den Verbleib ihrer Daten kümmern müssen, Fehler gemacht? Nur bedingt, sagt Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Der Geist ist längst aus der Flasche", sagt Castelló: "Es ist hirnrissig zu sagen, die Verbraucher sollen vorsichtig mit den Daten sein." Stattdessen müsse man entschiedener gegen die Auftraggeber vorgehen. Die Verbraucherzentrale habe schon über 100 Firmen erfolgreich verklagt. Das andere Instrument sei die Gewinnabschöpfung: Die Auftraggeber dürften die eingeheimsten Gewinne nicht behalten.

Mitarbeit: Doris Schneyink
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.