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Fire Phone Die fünf coolsten Features des Amazon-Handys


3D-Display, Objektscanner und unverknotbare Kopfhörer: Das Fire Phone von Amazon bietet jede Menge interessante Features. Wir stellen die spannendsten Neuerungen vor.
Von Christoph Fröhlich

Das Geschäft mit Smartphones ist eines der meist umkämpften überhaupt: Die beiden Schwergewichte Apple und Samsung dominieren den Großteil des Markts, anderen Hersteller wie LG, Sony und HTC müssen sich mit den übrigbleibenden Krümeln begnügen. Für viele Kunden zählt nur noch der Preis, zu austauschbar wirken die meisten Geräte, bei den technischen Daten gibt es kaum noch nennenswerte Unterschiede. Betriebssysteme neben Android und iOS fristen ein Nischendasein.

Amazon hätte sich einen leichteren Markt aussuchen können. Doch Jeff Bezos liebt bekanntlich die Herausforderung: Nach seinen Kindle-Readern und den Kindle-Fire-Tablets will er mit dem neu vorgestellten Fire Phone nun den iPhones und Galaxys dieser Welt Konkurrenz machen. Dabei setzt er nicht auf herausragende Hardware, sondern auf Funktionen, die den Alltag erleichtern sollen. Wir zeigen die fünf coolsten Features.

Firefly

Das wohl spektakulärste Feature ist der Firefly-Modus. Er wird mit einem Knopfdruck gestartet, anschließend aktiviert sich die Kamera samt Mikrofon und das Handy scannt seine Umgebung. Das Telefon sei in der Lage, mehr als 100 Millionen Objekte zu erkennen, schwärmte Firmenchef Bezos bei der Präsentation in Seattle. Richtet man die Kamera etwa auf einen Fernseher, auf dem gerade ein Film läuft, soll das Gerät den Streifen erkennen und auf Wunsch direkt in den Amazon-Warenkorb legen. Gemälde, Songs, Barcodes - das Fire Phone könne seine gesamte Umgebung scannen, verspricht Bezos. In der Demonstration erkannte das Handy etwa ein Glas Nutella und eine Xbox-360-Version von "Fifa 14". Die Vision ist klar: Mit dem Fire Phone in der Hand wird die Welt zum Showroom, das Handy wird zum ultimativen Einkaufsportal.

Mayday-Button

Den Mayday-Knopf kennen US-Kunden bereits vom iPad-Konkurrenten Kindle Fire HDX. Dahinter verbirgt sich eine interaktive Hilfe, die Nutzer in Not direkt mit einem Ansprechpartner verbindet. Das umständliche Suchen in FAQs soll bei Amazon der Vergangenheit angehören. Stattdessen klickt der Leser einen Menüpunkt an, der ein Kundenzentrum anwählt und einen Videochat mit einem Mitarbeiter herstellt - und das innerhalb von 15 Sekunden. Die Verbindung mit dem Kundenzentrum ist laut Bezos keine Einbahnstraße: Der Kunde sieht den Mitarbeiter, der Mitarbeiter sieht den Bildschirm - also im besten Fall direkt das Problem. Auf dem Fire Phone funktioniert das Feature via Wlan als auch über 3G/4G-Verbindungen. Unklar ist, ob die Funktion auch in Deutschland zur Verfügung stehen wird.

3D-Display

Das Fire Phone hat ein sehr helles 4,7-Zoll-Display mit 720p-Auflösung. Das Highlight ist die 3D-Nutzeroberfläche, die Amazon "Dynamic Perspective" nennt. Das System arbeitet mit vier Kameras, die in den Ecken der Vorderseite untergebracht sind. Bei Dunkelheit arbeiten sie mit Infrarot. Dadurch sei es möglich, Gesichter und vor allem die Augen millimetergenau zu erkennnen und so ein neues Nutzererlebnis zu schaffen. In der Karten-App werden bekannte Sehenswürdigkeiten etwa dreidimensional dargestellt, die Karte richtet sich mit jeder Bewegung des Handys neu aus, sodass zuvor verdeckte Details sichtbar werden. Auch die Bedienung wird vereinfacht: Um durch Bildergalerien oder lange Texte zu scrollen, reicht es aus, das Handy in die entsprechende Richtung zu neigen.

Kopfhörer, die nicht verknoten

Das Fire Phone wird mit Stereo-Kopfhörern (In Ear) ausgeliefert, die dank Dolby-Digital-Technologie nicht nur gut klingen, sondern sich auch nicht verknoten sollen. Die In-Ears haben besonders flache Kabel und Magnete, welche die Ohrstöpsel zusammenhalten.

Unendlich viel Cloud-Speicher

Die Kamera des Fire Phone knipst mit 13 Megapixeln und löst mit ihrer f/2-Blende schnell aus. Im Gegensatz zu manch anderem Spitzenhandy gibt es einen optischen Bildstabilisator, der nervige Unschärfen minimiert. Praktisch: Amazon bietet seinen Kunden unendlich viel Speicherplatz im Amazon Cloud Drive. Unklar ist bislang, ob die Fotos im Netz in voller Auflösung abgespeichert werden. Außerdem gibt es zwölf Monate kostenlose Prime-Mitgliedschaft.

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