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Gear S3 vorgestellt: Samsungs neue Smartwatch mag es dreckig

Attacke auf die Apple Watch: Samsung hat auf der IFA in Berlin die neue Generation seiner Smartwatch vorgestellt. Die ist nicht nur schneller, sondern trotzt auch Wind und Wetter.

Von Christoph Fröhlich, Berlin

Samsung hat auf der IFA zwei neue Smartwatches gezeigt: Die Gear S3 Frontier (links) und die Gear S3 Classic.

Samsung hat auf der Technikmesse IFA in Berlin die neue Generation seiner Smartwatch vorgestellt. Auch in diesem Jahr setzen die Südkoreaner auf zwei Modelle: Die Gear S3 Classic erinnert an klassische Armbanduhren, die Gear S3 Frontier an robuste Outdoor-Uhren.

Smartwatches gelten als das nächste große Ding in der Tech-Szene. Doch wirklich durchsetzen konnten sich die schlauen Armbanduhren noch nicht. Den Löwenanteil des bislang überschaubaren Markts beherrscht Apple mit seiner Apple Watch, die Gerüchten zufolge kommende Woche einen Nachfolger bekommt. Auf dem zweiten Platz folgt Samsung mit seiner Gear-Reihe - und die neuen Modelle könnten noch einmal für einen Schub sorgen.

Gear S3 dicker und schwerer als Apple Watch

Beide Uhren haben ein rundes 1,3-Zoll-Display (Auflösung: 360x360 Pixel), das mit Gorilla Glass SR+ geschützt ist. Die Maße der Uhr sind 46,1 x 49,1 x 12,9 Millimeter, das Gewicht beträgt 57 Gramm (Classic) beziehungsweise 62 Gramm (Frontier). Die Zahlen zeigen: Dezent sind die Uhren nicht gerade. Zum Vergleich, die größte Apple Watch misst 42 Millimeter in der Höhe und ist 10,5 Millimeter dick. Außerdem bringt sie je nach Modell nur 40 (Aluminium) oder 50 (Edelstahl) Gramm auf die Waage.

Dafür beherrschen die Samsung-Uhren auch ein paar Tricks mehr: So hat die Uhr ein Always-on-Display, das man bereits vom Smartphone Galaxy S7 kennt. Die Uhrzeit ist im Gegensatz zur Apple Watch also immer zu sehen. Außerdem hat sie einen eigenen GPS-Chip, hier dürfte Apple in der kommenden Woche aber gleichziehen.

Der Akku der Gear S3 hat eine Kapazität von 380 Milliamperestunden, bei durchschnittlicher Nutzung soll eine Laufzeit von drei bis vier Tagen drin sein, verspricht Samsung. Ob das stimmt, müssen Tests zeigen.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Samsung setzt mit der neuen Generation seiner Smartwatch auf Features, die Apple mit watchOS 3 ebenfalls einführt: So gibt es eine SOS-Funktion, die im Falle eines Notfalls automatisch die aktuelle Position an zuvor festgelegte Kontakte schickt. Außerdem kann man in den Fitness-Apps gegen Freunde antreten.

Ein Alleinstellungsmerkmal der Gear S3 ist die drehbare Lünette: Mit einem Druck auf die Kronen kommt man ins Menü, dreht man an dem Lünetten-Ring, scrollt man durch die verschiedenen Einstellungen. Das braucht etwas Übung, geht aber bequem von der Hand.

Ebenfalls erwähnenswert: Die Outdoor-Variante der Gear S3 ist komplett wasserdicht, auch Dreck kann ihr wenig anhaben (siehe Fotostrecke oben).