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Apple: Welche gebrauchten iPhones sich jetzt noch lohnen

Kurz nach dem Start des iPhone 11 sind die bekannten Plattformen voll mit gebrauchten iPhones. Doch welches Modell lohnt sich überhaupt noch? Und worauf muss man sonst achten? Wir helfen beim Schnäppchen-Schießen.

Das neue iPhone 11

Wer beim Kauf des neuen Highend-Smartphones von Apple sparen möchte, sollte die Preisprognose des iPhone 11 im Auge behalten.

Getty Images / AFP

Es ist wieder mal soweit: Mit dem neuen iPhone 11 und seinen beiden Pro-Modellen hat Apple seine neuesten Spitzenmodelle aus dem Hut gezaubert – und seit dem Verkaufsstart Millionenfach unter die Kunden gebracht. Trotz der für viele Menschen immer noch zu hohen Preise. Doch auch für sparsame iPhone-Fans ist jetzt eine gute Zeit: Es gibt Unmengen an Gebraucht-iPhones auf Ebay und Co. Doch bei der Kaufentscheidung gilt es einiges zu beachten, denn leider ist längst nicht jedes gebrauchte iPhone auch seinen Preis wert.

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Welche iPhones lohnen sich überhaupt noch?

iPhone 6s (Plus) und SE

Älter als ein iPhone 6s oder SE sollte es etwa auf keinen Fall sein: Erst ab diesen Modellen unterstützt Apple das aktuelle iOS 13. Alle älteren Modelle sind bereits jetzt veraltet, für 6s und SE droht das im nächsten Jahr. Das SE ist das einzige iPhone mit einer Displaydiagonale von 4 Zoll. Wer ein besonders kompaktes iPhone möchte, hat daher aktuell keine andere Option. Ein guter Deal sind iPhone 6s und SE wegen der technischen Einschränkungen aber nur bei einem Preis um 100 Euro und auch dann nur für einen genügsamen Einsteiger. 

iPhone 7 (Plus)

Empfehlenswert ist daher eigentlich erst der Kauf eines iPhone 7 oder 7 Plus. Sie werden wohl noch zumindest im nächsten Jahr das Update auf iOS 14 erhalten, der Prozessor und die Kamera gehen immer noch als ordentlich durch. Je nach Speichergröße sind sie ab etwa 220 Euro erhältlich. Gemessen an der Leistung ist das durchaus angemessen.

iPhone 8 (Plus)

Das beste Angebot ist aktuell das iPhone 8. Apple verkauft die Geräte bereits ab 500 Euro neu, das drückt die Gebrauchtpreise nach unten. Sie beginnen bei unter 300 Euro. Unter 350 macht man bei (sehr) gutem Zustand immer noch ein Schnäppchen. Zudem bietet selbst das kleine Modell 64 GB Speicher. Updates dürfte es noch mindestens für zwei Jahre geben. 

iPhone X oder XR?

Das iPhone X nimmt eine Sonderstellung ein: Als erstes Modell mit dem neuen Formfaktor ist es nun zwei Jahre auf dem Markt, wird entsprechend häufiger gebraucht gehandelt. Die Technik stimmt größtenteils mit dem iPhone 8 überein, allerdings sind ein deutlich besseres Display und eine leicht überlegene (Doppel-) Kamera verbaut. Sie rechtfertigen den Aufpreis von gut 100 Euro.

Ob sich der Kauf lohnt, hängt allerdings auch von den Preisen des iPhone XR ab. Auch das erst letztes Jahr vorgestellte Modell ist teilweise um 400 Euro zu bekommen. Dank des neueren Prozessors ist es aber nicht nur schneller als das iPhone X, sondern dürfte auch ein Jahr länger von Apple unterstützt werden. Weitere Unterschiede sind das im Vergleich zum iPhone X größere Display (6,1 statt 5,7 Zoll) in etwas schlechterer Auflösung sowie der Wegfall der Doppelkamera, die allerdings nur beim Zoom einen Vorteil hatte. Zwischen X und XR muss man daher bei gleichem Preis abwägen, was einem selbst wichtiger ist.

XS und XS Max

Der Kauf eines gebrauchten XS oder XS Max lohnt sich nur in Ausnahmefällen. Die Spitzenmodelle aus dem letzten Jahr werden in der Regel immer noch über 800 Euro gehandelt, für diesen Preis bekommt man aber auch ein neues iPhone 11. Selbst originalverpackte iPhone XS und XS Max sind bereits bei Händlern unter 900 Euro gelistet. Trotzdem kann man Schnäppchen machen. Vor allem die Modelle mit üppigem Speicher sind mit viel Glück deutlich günstiger zu finden. Mehr als 850 Euro sollte man aber eher nicht zahlen.

iPhones: Darauf sollte man beim Gebrauchtkauf achten

Neben dem Zustand des Gehäuses stecken vor allem in der verbauten Technik Fallstricke. So sollte man den Verkäufer unbedingt fragen, ob das Display getauscht wurde. Ist das bei nichtautorisierten Drittanbietern oder gar in Eigenregie passiert, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein deutlich schlechteres Display verbaut.  Ein weiteres Risiko ist der bei vielen Geräten in die Jahre gekommene Akku. Hier hilft es sich Foto vom Batteriezustand (unter den Einstellungen „Batterie“ und „Batteriezustand“) schicken zu lassen. Ein Zustand bis etwa 85 Prozent ist völlig in Ordnung, danach bemerkt man die gesunkene Laufzeit. Ältere Modelle werden zudem in der Leistung gedrosselt, das lässt sich aber abschalten. Unter 80 Prozent bieten Apple und autorisierte Anbieter einen Austausch an, der bei Apple je nach Modell zwischen 55 oder 75 Euro kostet. 

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Bonus Apple Care+

Ist ein Gerät immer noch über Apple Care+ abgesichert, ist das in der Regel einen Aufpreis wert. Apple übernimmt in seiner erweiterten Garantie nicht nur kostenlos unverschuldete Probleme, sondern repariert auch zweimal selbstverschuldete Schäden wie durch Stürze beschädigte Displays deutlich günstiger. Zudem wird der Akku kostenlos getauscht, wenn sein Zustand unter 80 Prozent fällt. 


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