HOME

Stern Logo iPhone

iPhone 3G: Was dem Apple-Handy fehlt

Apple hat nachgelegt und aus dem Lifestyle-Mobiltelefon ein richtiges Handy gemacht - für viele ist es nun das perfekte Gerät. Allerdings fehlen dem iPhone noch immer ein paar Features, die bei der Konkurrenz längst zum Standard gehören.

Von Sven Schirmer

iPhone 3G

Das neue iPhone bietet zwar mehr als sein Vorgänger, allerdings fehlen noch immer wichtige Features

Es gibt nicht wenige, die sich vor einem Jahr noch zurückgehalten haben, als das iPhone auf den Markt kam. Es war zwar eine Revolution für den Mobilfunkmarkt, doch für Fachleute kein vollwertiges Handy. Zumindest nicht nach heutigen Maßstäben. Das Gerät fühlte sich zwar gut an, allerdings wirkte es vielmehr wie ein aufgebohrter iPod, mit dem man auch telefonieren konnte. Vor allem die Onlineanbindung über das Telefonnetz war mangelhaft bis nicht vorhanden - statt Surfen per UMTS kamen die Nutzer nur mit dem langsameren Edge ins Netz.

Jetzt ist das sogenannte 3G iPhone, oder einfach iPhone 2.0, raus und mit UMTS und integriertem GPS-Empfänger genau da nach, wo die größten Schwachstellen lagen. Dennoch bleiben auch beim 3G iPhone noch einige Wünsche offen. Alle, die das iPhone in der jetzigen Version für "das perfekte Handy" halten, sollten hier zu lesen aufhören. Für alle anderen folgen fünf Versäumnisse der Apple-Entwickler.

Nutzung als kabelloses Modem

Notebook-Nutzer wissen, dass das kabellose Surfen via UMTS-Karten zwar prima funktioniert, die Hardware (sprich die PCMCIA-Karten) aber meist ziemlich teuer sind. Ist es da nicht super praktisch, dass mittlerweile fast alle Handys ihre Internet-Verbindung mit einem Laptop teilen können? Zudem ist dieses in vielen Fällen bereits mit dem Handy-Vertrag kostenmäßig abgedeckt. Einfach das Handy oder Smartphone mit Hilfe von Bluetooth mit dem Notebook verbinden, und schon geht es ab ins Netz. Leider nicht mit dem 3G iPhone. Das basiert Bluetooth-technisch immer noch auf einem veralteten Standard und lässt gerade mal Audio-Verbindungen zu, um ein Stereo-Headset anzuschließen. Das ist zu wenig!

Copy and paste

Eigentlich wäre dieses Feature eine Selbstverständlichkeit: Das iPhone kann zwar auf sehr beeindruckende Weise URLs und E-Mail-Adressen bereits bei der Eingabe erkennen, doch wenn es darum geht, Textbausteine aus einer Mail heraus zu kopieren, schwächelt das Funktionswunder aus dem Hause Apple. Dabei kommt es gar nicht so selten vor, dass aus einer Mail eine Internetadresse herauskopiert und in den Browser eingefügt werden soll. Oder dass Informationen aus dem Mail-Programm in eine andere Anwendung (z.B. Notizen, Kontakte) übertragen werden. Das funktioniert sogar bei Windows-Mobile-Geräten problemlos. Es verwundert, dass ausgerechnet Pragmatiker Steve Jobs dieses Manko noch gar nicht aufgefallen ist.

Flash-Kompatibilität

Jetzt kann das iPhone endlich mit angemessener Geschwindigkeit im Web surfen, und ausgerechnet der Haus-Browser Safari bremst die Freude mit dem Smartphone erheblich. Kann doch die mobile Version der Online-Software immer noch keine Websites ansehen, die auf Flash-Technologie basieren. Damit müssen ausgerechnet einige der aufregendsten und innovativsten Angebote im Internet beim iPhone außen vor bleiben - und das bei einem design-gesteuerten Handy wie dem Appl-Handy. Das Ergebnis: Internet anno 1999.

Haptisches Feedback

Keine Frage, die Touch-Oberfläche vom iPhone ist durchdacht und besonders die virtuelle QWERTZ-Tastatur lässt sich besser bedienen, als die der Konkurrenz. Doch häufig bleibt nach einem Daumen-Druck die Unsicherheit zurück, ob ein Buchstabe oder eine Zahl auch wirklich angenommen wurde. Wäre es nicht klasse und vor allem sinnvoll, wenn der Bildschirm bei der Eingabe leicht vibrieren und so die Eingabe bestätigen würde? Eine Kleinigkeit vielleicht, aber eine, die die Bedienung des iPhone deutlich komfortabler gestalten würde.

Eine anständige Kamera

Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet das iPhone, das möglicherweise eines der besten tragbaren Video-Abspielgeräte ist, eine Kamera hat, die selbst keine Bewegtbilder aufzeichnen kann. Zudem ist die vorhandene Kamera mit 2 Megapixel etwas schmal bemessen und könnte durchaus auch einen integrierten Blitz vertragen. Da muss Apple in der nächsten Generation nachlegen.

FTD
Themen in diesem Artikel
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.