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Kommentar zum iPhone 3G: Mit Masse an die Macht

Künftig verramscht Apple das überarbeitete iPhone und bringt das vermeintliche Wundertelefon weltweit heraus. Doch während das Hardware-Update nur die Erwartungen bestätigte, vollbrachte Steve Jobs mit Software und Dienstleistungen ein wirkliches Wunder.

Von Gerd Blank

Wenn Steve Jobs spricht, schweigen die Jünger. Aber hören sie ihm auch zu? Auf der Worldwide Developers Conference (WWDC) in San Francisco wartete die Gemeinde ungeduldig auf das Heilsversprechen ihres Technik-Gottes. Alle wollten das neue iPhone, liebevoll auch "Jesus-Phone" genannt, sehen. Doch Saint Steve ließ sich viel Zeit. Die erste Stunde der jährlichen Veranstaltung galt der Präsentation neuer iPhone-Services: Ein paar kostenlose Programme, mit denen Freude gefunden und altes Zeug bei Ebay versteigert werden können. Interessanter waren da schon die Spiele, die aus dem Telefon einen starken Konkurrenten zu Nintendo DS und zur Playstation Portable machen. Künftig können Nutzer mit dem "Appstore" Software direkt aufs Telefon laden – eine Verbindung zum Computer braucht es nicht, und Datenträger sind ebenfalls unnötig.

Aber nicht nur die Spieler werden künftig von Apple umgarnt. Der Blick des Visionärs Jobs zielt auch, ganz klar, auf die Business-Klientel. Schließlich sollen Geschäftsleute künftig mit dem iPhone und nicht mehr mit dem Blackberry im ständigen Kontakt mit Kunden und Kollegen stehen. So wird mit der nächsten Software-Version auch das geschäftliche E-Mailen zum Kinderspiel. Natürlich lassen sich dann auch Word-Dokumente, Excel-Tabellen und Powerpoint-Präsentationen auf dem großzügigen Display anschauen.

Mächtige Konkurrenten

Und weil zwei neue Spielfelder noch nicht genug sind, legt sich Apple auch mit Google, Nokia, Microsoft und Yahoo an. Der neue Service "Mobile Me" bringt Handy, Internet und Computer zusammen. Für Apple-Kunden ist es künftig egal, von welchem Gerät eine E-Mail verschickt, der Kalender bearbeitet oder ein Foto hochgeladen wird: Der Dienst aktualisiert automatisch die Daten auf allen Geräten. Das virtuelle Büro ist so tatsächlich immer dabei und auf dem aktuellen Stand. Der Clou: Wer die Anwendungen mit einem Browser aufruft, wird kaum einen Unterschied zu einer installierten Software erkennen. Es wird klar, warum das Unternehmen unbedingt eine Windows-Version des Safari-Browser veröffentlich hat. Nicht, um dem Internet Explorer Konkurrenz, sondern um die webbasierten Dienste auch Windows-Nutzern schmackhafter zu machen.

Wieder einmal schafft es Apple, komplizierte Technik wie aus einem Guss zu präsentieren. Bereits bei "iLife", dem Multimediapaket mit Foto-, Video- und Musiksoftware, wurden verschiedene Programme miteinander verschmolzen, um die Nutzung bestmöglich zu vereinfachen. Google bietet zwar ähnliche Dienste an, diese sind allerdings werbefinanziert und lassen sich auch nicht so bequem mit jeder Hardware ansteuern. Und Microsoft ist zwar bei zu installierenden Office-Lösungen noch immer der Marktführer, doch im Internet hinkt das Unternehmen der Konkurrenz hinterher. Doch ganz umsonst ist dieser neuen Apple-Service nicht: Nutzer zahlen hierfür 79 Euro im Jahr.

Wiederholung eines Erfolges

Schon mit der Verbindung des Musikspielers iPod mit dem iTunes Music Store hat das kalifornische Unternehmen gezeigt, wie man in einem Segment der Marktführer werden kann. Kein Onlineshop verkauft inzwischen mehr Songs als der von Apple. In den USA ist der Shop sogar erfolgreicher als Walmart, bis vor Kurzem noch größter Musikhändler des Landes. Diese Erfolgsgeschichte soll nun mit Software und Diensten wiederholt werden – und die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Geschäftspartner ist diesmal nicht die schwierige Musikindustrie, die sich ungern an nur einen Konzern binden will, sondern Softwareproduzenten, die in Apple-Kunden neue Einnahmequellen sehen. So entwickeln große und kleine Unternehmen, aber auch Einzelpersonen fleißig Software, die über die neue Plattform an alle iPhone- und iPod-Touch-Nutzer verkauft wird. Und diesen Service lässt sich Apple mit 30 Prozent des Verkaufspreises versilbern.

Aber für diese ganzen Dienste braucht das Unternehmen iPhone-Kunden. Bislang verkaufte sich das Gerät rund sechs Millionen Mal. Nicht schlecht, aber von den avisierten zehn Millionen noch ein ganzes Stück entfernt. Zudem sind mindestens eine Million Nutzer mit gehackten Geräten unterwegs, wodurch auch weniger von der hart verhandelten Umsatzbeteilung bei Steve Jobs hängen bleibt. Auch wenn das iPhone für viele wohl das einzige technische Gerät ist, dessen Namen sie kennen, reicht dieses Wissen oft nicht für einen Kauf. Um mehr Käufer zu gewinnen, musste Apple den Preis reduzieren, und zwar deutlich. Ab 199 Dollar ist das überarbeitete Gerät jetzt zu haben. Und auch dieser Preis könnte noch weiter fallen, da Provider das iPhone nun auch subventionieren dürfen. Und um das Gerät noch attraktiver für die Masse zu machen, wurden noch ein paar Hardware-Verbesserungen verbaut.

Zwei Drittel der Veranstaltung ging für die Vorstellung der neuen Services drauf, erst zum Ende wurde die neue Hardware präsentiert, die aber eigentlich kaum überraschte. UMTS für schnellere Funkverbindungen hatte Jobs ja bereits angekündigt, und selbst GPS zur Navigation war zu erwarten. Es wird deutlich: Die Zukunft gehört auch bei Apple nicht der Hardware, sondern den Services. Und auf eines kann Steve Jobs halt zählen: auf treue Kunden, die, einmal an Bord, irgendwann tatsächlich glauben, er könnte Wein aus Wasser zaubern. Tatsächlich schafft er etwas, was bislang einzigartig in der Computer-Industrie ist: die Etablierung von kostenpflichtigen Mobil-Diensten.

Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.