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Neue Produkte Pixel 6 vorgestellt: Mit dem extrasmarten Smartphone will Google dem iPhone Konkurrenz machen

Die neuen Pixel-Smartphones stechen mit einem markanten Design ins Auge
Die neuen Pixel-Smartphones stechen mit einem markanten Design ins Auge
© Google / Hersteller
Mit den beiden Modellen seiner Pixel-Reihe will Google es wissen: Ein neuer, sehr markanter Look, starke Technik und noch bessere künstliche Intelligenz sollen es ganz vorne mitspielen lassen. Aufhorchen dürften Android-Fans aber vor allem wegen des Update-Versprechens.

Das eigene Betriebssystem Android in einem Spitzen-Smartphone glänzen lassen - das ist die Mission von Googles Pixel-Serie. Doch obwohl die ersten fünf Generationen durchaus überzeugten und vor allem bei den Kameras punkten konnten, blieb ein echter Durchbruch bislang aus. Die neuen Pixel 6 und Pixel 6 Pro sollen das ändern. Und setzen dazu auf das Erfolgsrezept des iPhones.

Vor allen in zweierlei Hinsicht macht Google es dem großen Konkurrenten nach: Die beiden neuen Pixel-Modelle setzen erstmals auf einen von Google selbst entwickelten Prozessor. Und: Sie sollen ganze vier Jahre mit der neuesten Android-Version ausgestattet werden. Das gab es tatsächlich in der Android-Welt noch nie.

Vorbild iPhone

Auch beim Design hat Google von Apple gelernt - wenn auch indirekt. Denn die neuen Pixel 6 sehen dem iPhone nicht ähnlich, versuchen aber einen ähnlich ikonischen Look zu etablieren, um aus der Masse an Android-Geräten herauszustechen. Ob das eigenwillige Design mit dem markanten Querbalken für die Kamera und bis zu drei Farben in einem einzigen Gehäuse gefällt, ist sicher Geschmacksache. Bis auf die Größe und die unterschiedlichen Farbkombinationen unterscheiden sich das Pixel 6 und sein Pro-Modell beim Design übrigens nicht grundsätzlich voneinander.

Auch den Tensor genannten, von Google selbst entwickelten Chip bringen beide Geräte mit. Geschwindigkeits-Rekorde wie beim letzten iPhone 13 Pro Max (hier bei uns im Test) sind vom Google-Chip wohl nicht zu erwarten. Stattdessen konzentriert sich der Konzern auf das, was er am besten kann: Der Chip ist voll darauf ausgerichtet, die starke künstliche Intelligenz des Konzerns optimal zu nutzen. Und soll so im Alltag allerlei bisher ungekannte Tricks auf die neuen Smartphones bringen.

Das smartere Smartphone

So soll durch Tensor eine Live-Übersetzung von Texten möglich sein - sogar in Chat-Apps anderer Hersteller. Das ermögliche es etwa, in Whatsapp ein Gespräch mit einer Person zu führen, deren Sprache man eigentlich nicht beherrscht, verspricht Google. Zunächst werden nur elf Sprachen unterstützt, Deutsch ist allerdings eine davon. Auch Audioclips will Google live übersetzen können, hier sind außer Deutsch aber nur vier weitere Sprachen im Angebot.

iphone 13 Pro Max im Kameratest

Aber auch in anderen Bereichen will Google völlig neue Möglichkeiten bieten können. Da ist etwa die neue Bildbearbeitung. Mit einem "magischer Radierer" genannten Nachbearbeitungstool lassen sich mit wenig Aufwand ungewünschte Teile von Bildern entfernen, etwa die Passanten im Hintergrund des Familienbildes im Park. Anhand der Bildinformationen füllt das Pixel die Lücken mit passenden Inhalten aus und lässt die störenden Bildteile so quasi spurlos verschwinden. In den Präsentationen wirkte das tatsächlich sehr beeindruckend.

Starke Knipse

Die Kamera hat aber noch weitere smarte Tricks gelernt. Schon länger galt die KI-unterstützte Knipse der Pixel-Serie zu den besten Smartphone-Kameras, nun will Google das weiter ausbauen. Nachdem man lange auf die gleiche Hardware setzte, spendiert Google seinen neuen Modellen endlich mal ein neues Linsen-System.

Hier gibt es bei den Modellen aber einen Unterschied. Das Pixel 6 bringt eine Doppelkamera mit 50-MP-Hauptknipse und einer Ultraweitwinkel mit 12 MP mit, beim Pixel 6 Pro kommt zusätzlich eine Telelinse hinzu. Wie schon bei einigen Spitzenmodellen von Samsung, Huawei und Co. setzt die auf ein liegendes Linsensystem um einen echten vierfachen Zoom umsetzen zu können. Die Frontkamera wurde ebenfalls überarbeitet und bietet nun 8 MP (Pixel 6) beziehungsweise 12 MP (Pixel 6 Pro).

Die wirkliche Magie findet aber nach wie vor in der Nachbearbeitung statt. Durch eine Überarbeitung des Foto-Algorithmus sollen nun noch bessere Aufnahmen möglich sein. Google verspricht etwa einen Action-Modus, der bewegte Objekte spektakulärerer in Szene setzen soll. Dabei soll er auch verschwommene Gesichter, etwa bei spielenden Kindern, erkennen und scharf wiederherstellen können. Besonderen Wert legte der Konzern auch auf die Bemühungen, die  Hautfarben von Menschen in allen möglichen Lichtsituation natürlich und nuanciert darstellen zu können. Hier scheitern viele Smartphones in der Nachbearbeitung.

Privatsphäre als Feature

Ebenfalls von Apple inspiriert ist das Versprechen zu mehr Privatsphäre. Viele der Berechnungen finden auf dem Gerät selbst statt, selbst Übersetzungen funktionieren nun offline, verspricht Google. Ein neuer Sicherheits-Hub soll zudem mehr Kontrolle darüber erlauben, welche Daten Apps abrufen und die Berechtigungen für Standort, Kamera und Co. übersichtlicher verwalten lassen. 

Preise und Verfügbarkeit

Beide neuen Modelle kommen am 26. Oktober auf den Markt. Die Preise liegen bei 649 Euro für das Pixel 6, das Pixel 6 Pro ist ab 899 Euro zu bekommen.

Die technischen Daten der neuen Pixel im Überblick:

Pixel 6

Pixel 6 Pro

Display


6,4 Zoll OLED
1080 x 2400 Pixel
Bis zu 90 Hertz


6,7 Zoll OLED
1440 x 3120 Pixel
Bis zu 120 Hertz

Prozessor und Speicher

Tensor-Chip
8 GB Arbeitsspeicher
128 GB Datenspeicher

Tensor-Chip
12 GB Arbeitsspeicher
128 oder 256 GB Datenspeicher

Kamera

Weitwinkel 50 MP (Hauptkamera)
Blende: ƒ/1,85
12 MP Ultraweitwinkel
Blende: ƒ/2.2
Erfassungswinkel: 114° 

Weitwinkel 50 MP (Hauptkamera)
Blende: ƒ/1,85
48 MP Teleobjektiv-Kamera
Blende: ƒ/3,5
4-facher optischer Zoom
12 MP Ultraweitwinkel
Blende: ƒ/2.2
Erfassungswinkel: 114° 

Akku

4614 mAh

5003 mAh


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