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Ende der Roaming-Gebühren: Vodafone macht Schluss mit der Urlaubs-Kostenfalle - aber es gibt einen Haken

Bei Vodafone surfen und telefonieren die Kunden ab dieser Woche im Rest der EU für den gleichen Preis wie in Deutschland. Doch das gilt nicht für alle.

Vodafone SMartphone Roaming Urlaub

Ein Foto aus dem Urlaub bei Facebook zu posten, kann teuer sein. Bei Vodafone sollen die Roaming-Gebühren in der EU deshalb verschwinden.

"Mach schnell, ich bin im Urlaub." Sätze wie diesen kennt jeder. Schon seit Jahren gehören teure Handy-Rechnungen einfach zum Urlaub, mit dem mobilen Internet wurde die Kostenfalle oft noch gefährlicher. Die EU will nun damit Schluss machen, ab Ende April sind die Preise für das Roaming in Europa gedeckelt, ab Juni 2017 sind Extrakosten ganz verboten. Vodafone schafft die Roaming-Gebühren schon jetzt ab. Aber leider nicht für jeden.

Noch in diesem Monat sollen im EU-Ausland keine Extrakosten mehr für Roaming anfallen, das sagte der deutsche Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter in einem Interview mit der Zeitung "Rheinische Post". Das gilt aber nicht für alle, sondern nur für die Nutzer bestimmter Tarife, vor allem der so genannten "Red-Tarife". Und auch dann nur für Neukunden und Vertragsverlängerungen. Die Bestandskunden müssen also weiterhin Minuten, SMS und Datenverbrauch im Auge behalten, um nach dem Urlaub keine böse Überraschung zu erleben.

Die Konkurrenz hinkt hinterher

Bemerkenswert ist der Vorstoß von Vodafone aber allemal - schließlich hätte sich das Unternehmen bis zum nächsten Jahr noch kräftig Roaming-Gebühren in die Kassen spülen lassen können. So wie es auch die Konkurrenten nach wie vor tun. Dass Vodafone vorprescht, dürfte allerdings kein Zufall sein. Denn gegenüber der Telekom und Telefonicà mit den Marken O2 und E-Plus hat Vodafone einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Der international aktive Konzern hat in den meisten Ländern der EU einen Ableger und muss entsprechend selten selbst Roaming-Gebühren für seine Kunden übernehmen. Die Konkurrenten dagegen müssen in einer deutlich größeren Anzahl von Ländern Benutzungsgebühren an die lokalen Betreiber abdrücken. Wohl auch deswegen lässt die Telekom die Roaming-Gebühren nur in einigen teuren Verträgen wegfallen.

Die Roaming-Pläne sind aber nicht der einzige Punkt, in dem Vodafone seinen Kunden entgegenkommt. Auch beim Hochgeschwindigkeits-Internet LTE sollen die Kunden profitieren. Ab dem 14. April fallen alle Geschwindigkeitsbremsen weg, alle flitzen ab diesem Tag mit der vollen zur Verfügung stehenden Geschwindigkeit durchs Netz. Vorher war das oft mit einem Aufpreis verbunden.