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Trendwende: Whatsapp, Facebook und Co.: Dieses Emoji wird bald aus allen Chats verschwinden

Bei Apple ist es schon weg, Google, Microsoft und Facebook ziehen jetzt nach: Die Tech-Konzerne werfen der Reihe nach ein bestimmtes Emoji raus. Schuld ist die aktuelle Lage in den USA.

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Emojis sind in Chats beliebt - können im falschen Kontext aber für Ärger sorgen

Emojis haben einige markante Merkmale: Sie sind bunt, oft ein bisschen albern – und ziemlich harmlos. Die realistisch gestaltete Pistole bildete da eine bemerkenswert bedrohliche Ausnahme. Jetzt verschwindet sie von den Smartphones und Computern dieser Welt - und wird durch freundlicher aussehende Wasserpistolen ersetzt.

Apple ging diesen Schritt bereits 2016, ersetzt den grauen Revolver mit einer bunten Wasserspritze. Whatsapp und Samsung folgten dem Beispiel mit Verzögerung. Jetzt kam der endgültige Umschwung: In der vergangenen Woche kündigte Twitter den Wechsel an, nun haben mit Google, Facebook und Microsoft auch die anderen großen Tech-Firmen nachgezogen und ein Update avisiert. Bald wird die realistisch aussehende Pistole wohl aus fast allen Chats verschwunden sein.

Emoji Pistole Apple Whatsapp Microsoft Google Facebook

Das Pistolen-Emoji im Laufe der Zeit: Microsoft und Facebook haben den Wechsel bereits angekündigt, aber die neuen Symbole noch nicht gezeigt. (Quelle: Emojipedia.org)

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Statement gegen Schießereien

Der Hintergrund des schnellen Wechsels begründet sich mit dem aktuellen politischen Klima in den USA. Nach dem Amoklauf in Parkland, Florida Ende März und der daraus entstandenen Antiwaffen-Bewegung unter dem Hashtag #NeverAgain wollen die Firmen wohl keine Angriffsfläche mehr bieten. Google bleibt mit dem Wechsel seiner Linie treu: Bereits 2016 erklärte die Design-Chefin gegenüber "Fortune", dass es dem Konzern bei den Emojis vor allem wichtig sei, mit möglichst vielen anderen Plattformen konform zu gehen. Damals war das ein Argument, den Revolver zu behalten. Nun ist es eines für den Wechsel.

Tatsächlich konnten durch die unterschiedlichen Pistolen Nachrichten einen ganz anderen Kontext bekommen, wenn sie auf einer anderen Plattform betrachtet wurden. Bedrohliche Tweets wurden durch die Wasserpistole zum Witz, aus der Wasserschlacht wurde, falsch verstanden, eine Schießerei. Eine neue Norm ist also durchaus wünschenswert.

Die Reaktionen auf den Wandel sind gespalten. Während etwa viele Twitter-Nutzer sich freuen, sehen manche die Entscheidung als Zensur, beleidigen andere als Weicheier. Ganz so, wie man es von einer hochemotionalen Online-Debatte wie der um Schusswaffen erwarten würde.

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mma