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Raumfahrt Japanischer Milliardär verschenkt acht Plätze für SpaceX-Mondflug

Raumfahrt: Japanischer Milliardär verschenkt acht Plätze für SpaceX-Mondflug
Sehen Sie im Video: Milliardär sucht Mitreisende für Mondflug – und zahlt alles.






Crew gesucht, einmal Mond und zurück: Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa sucht für seine private Mondreise acht Personen. Sie sollen ihn auf seiner Reise mit einer Rakete von SpaceX begleiten - dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk. Ursprünglich wollte Maezawa Künstler mitnehmen. Jetzt kann sich jeder bewerben: "Ich denke, es ist besser, Vielfalt zu haben, also hoffe ich, dass Leute mit verschiedenen Hintergründen an Bord sein werden. Ich freue mich auch sehr auf die Kommunikation zwischen den Mitgliedern während unseres Aufenthalts im All." Die erste Phase des Auswahlverfahrens läuft bis zum 14. März, wobei die Bewerber medizinische Checks und schließlich ein Interview bestehen müssen. Der Unternehmer, der 2019 sein Online-Modeunternehmen verkauft hat, übernimmt die gesamten Kosten für die Reise. Verwendet werden soll eine wiederverwendbare Trägerrakete der nächsten Generation von SpaceX, dem sogenannten Starship.
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Wer schon immer von einer Reise ins All geträumt hat, kann sich ab jetzt dafür bewerben: Der japanische Milliardär Yusaku Maezawa will acht Menschen mit Elon Musks SpaceX-Flug zum Mond schießen lassen. Es gibt lediglich zwei Kriterien. 

In "Charlie und die Schokoladenfabrik" verschenkt Unternehmensinhaber Willy Wonka goldene Tickets an glückliche Kinder. Im realen Leben sieht das etwas anders aus – dafür aber nicht weniger spannend. Ein japanischer Milliardär will acht (erwachsene) Menschen aussuchen, die an Bord eines privaten Mondfluges dabei sein dürfen. Was Bewerber und Bewerberinnen für das etwas andere goldene Ticket mitbringen sollen, erklärt der 45-Jährige in einem Youtube-Video.

"2023 wird die Menschheit wieder zum Mond fliegen", sagt eine Sprecherstimme zu Beginn des fast siebenminütigen Clips. Der Organisator der Mission: der japanische Unternehmer Yusaku Maezawa. "Heute verkündet er eine neue Herausforderung für seine neue Crew", so die Stimme weiter. Dann sieht man Maezawa selbst, wie er lässig und im beigen Sweatshirt vor einem kunstvollen Paravent sitzt. 

Der Milliardär Yusaku Maezawa vor einer schwarzen Wand, er hält eine Modellrakete und einen Raumfahrthelm
Der Milliardär Yusaku Maezawa will acht Menschen für einen Mondflug auswählen
© Toshifumi KITAMURA / AFP

"Es sind zwei Jahre vergangen, seit ich zuletzt eine Verkündung zum ‘dearMoon’-Projekt hatte", sagt der Milliardär. "Ich werde sofort zum Punkt kommen." Er lade acht Menschen aus der ganzen Welt dazu ein, Teil der insgesamt zehn- bis zwölfköpfigen Crew zu werden. Die Mission werde 2023 in einer von SpaceX entwickelten Rakete stattfinden – dem Raumfahrtunternehmen von Elon Musk

Maezawa werde die gesamte Reise bezahlen, sagt er: "Ich hoffe, dass wir sie zusammen zu einem unterhaltsamen Ausflug machen können." Doch was müssen die Bewerber und Bewerberinnen mitbringen, um eine Chance auf einen der Plätze zu haben?

Das Auswahlverfahren für den Mondflug endet schon am 21. März

Eigentlich habe er vor allem Kunstschaffende mitnehmen wollen, so Maezawa. Weil die Bezeichnung so vage sei, habe er diesen Gedanken aber wieder verworfen. Wer nun mit dem Milliardär ins All fliegen möchte, sollte zwei Auswahlkriterien erfüllen. Erstens: Man müsse bereit sein, "bis an seine Grenzen zu gehen", um anderen Menschen und der Gesellschaft zu helfen. Zweitens: Bewerbende sollen andere Crewmitglieder unterstützen.

Interessierte sollen sich bis zum 14. März melden. Das Auswahlverfahren, in dem neben einem Bewerbungsgespräch auch eine nicht näher genannte Aufgabe erfüllt werden soll, endet am 21. März. 

Maezawa ist nicht der einzige, der Plätze für einen Mondflug verschenkt. Bereits Anfang Februar verkündete ein US-amerikanischer Milliardär, er habe bei SpaceX einen Flug gebucht und werde drei Weltraum-Touristen und -Touristinnen auswählen, die ihn dabei begleiten dürften. 

Weder der US-Milliardär noch Maezawa haben bisher mitgeteilt, wie viel sie für die privaten Mondflüge gezahlt haben.  

Quellen: BBC / Youtube / mit AFP

reb

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