Erfinderpreis Erleuchtung für die Welt


Forscher und Firmen aus aller Welt können sich mit einer gemeinützigen Entwicklung für einen Erfinderpreis bewerben. Das kalifornische "Tech-Museum" hat insgesamt 250.000 Dollar Preisgeld ausgeschrieben.

Der Boom im Silicon Valley mag Vergangenheit sein, aber der Glaube daran, dass Technik die Welt verbessern kann, ist in der Heimat des PC ungebrochen: Jedes Jahr vergibt das "Tech Museum" im kalifornischen San Jose, eine Autostunde südlich von San Francisco, fünf Erfinderpreise im Wert von jeweils 50.000 Dollar – und daran ändert auch die Wirtschaftsflaute nichts. Noch bis zum 16. Mai können Forscher und Firmen aus aller Welt ihre Bewerbungen einreichen. Einzige Bedingung: Ihre Erfindung oder Entwicklung muss in einer von fünf Kategorien, die von Medizin bis Umweltschutz reichen, dazu beitragen, "das Wohl der Menschheit bedeutend zu verbessern".

Leutdioden gegen die Dunkelheit

Das tut nach Ansicht des Technologie-Museums etwa die kanadische Stiftung "Light Up the World Foundation": Mehr als zwei Milliarden Menschen auf der Welt leben ohne Strom und Lichtschalter - wenn die Sonne untergeht, halten nur noch ein Feuer oder eine Öl-Lampe die Nacht von ihnen fern. Die Stiftung setzt auf Leuchtdioden als Alternative: Weil diese hell strahlenden so genannten LEDs nur sehr wenig Strom verbrauchen, spenden sie batteriebetrieben über Stunden Licht und können tagsüber durch Solarzellen wieder aufgeladen werden. Für ihr Programm, mit dem sie derzeit in Nepal, Sri Lanka und Indien aktiv ist, bekam die Stiftung im vorigen Jahr den "Equality Award" des Tech-Museums.

Umweltpreis für intelligente Technik

Der Umweltpreis ging an die "International SeaKeepers Society", die Boote und Schiffe mit Sensoren ausrüstet, um Messdaten aus den sieben Meeren an Satelliten zu funken. Die gesammelten Informationen stellt die Organisation Forschern aus unterschiedlichsten Gebieten zur Verfügung, von der Meeresbiologie bis zum Klimaschutz. In der Rubrik Medizin prämierten die Juroren den Forscher Andreas Plückthun von der Universität Zürich für Fortschritte in der Entwicklung künstlicher Antikörper. Zur Preisverleihung im Oktober werden 25 Finalisten nach San Jose eingeladen. Die fünf Gewinner - Einzelpersonen, Unternehmen oder gemeinnützige Organisationen - erhalten jeweils 50.000 Dollar. Eigenbewerbungen sind willkommen; wer will, kann aber auch andere nominieren. Details unter techawards.thetech.org.


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