VG-Wort Pixel

Google-Doodle für den Freiherrn Hommage an Joseph von Eichendorff


Sein Leben war von Umbrüchen gezeichnet. Die verarbeitete Joseph von Eichendorff in seinen Werken, die ihn zu einem der bedeutensten deutschen Schriftsteller machten. Heute wäre sein 225. Geburtstag.

Im Jahr 1808 schreibt Joseph Karl Benedikt Freiherr von Eichendorff, Vertreter der Romantik, in seinem Märchen „Die Zauberei im Herbst“: "Aus der Kluft treibt mich das Bangen, Alte Klänge nach mir langen – Süße Sünde, laß mich los!"

Würde er noch leben, so hätte der deutsche Lyriker und Schriftsteller, heute seinen 225. Geburtstag zu feiern. Und feiern würde er wahrscheinlich auf Schloss Lubowitz im heutigen Polen, dem Ort seiner Kindheit. Doch auch das war einmal. Einzig die Mauerreste erzählen die Geschichte eines vergangenen Lebens, das am 10. März 1788 in einer katholischen Familie an eben diesem Ort im damaligen Oberschlesien begann.

Früh übt sich, wer es weit bringen will und so hielt auch Joseph von Eichendorff bereits in jungen Jahren seine Erlebnisse in seinen "Tagebuchaufzeichnungen" fest. Nach dem Besuch des katholischen Matthias-Gymnasiums in Breslau folgten ein Studium der Rechts- und Geisteswissenschaften in Halle sowie Reisen, die ihn in den Harz, nach Hamburg und Lübeck führten. Doch immer zog es ihn nach Schloss Lubowitz zurück. Eine immer wiederkehrende Rückkehr und Sehnsucht, die auch in seinen Versen und Schriften zu finden ist.

Der Verlust in seinen Werken

Sein Lebensweg war gezeichnet durch Reisen, den Befreiungskrieg gegen Napoleon (1813 bis 1815), die Familie, die er mit seiner Frau Luise von Larisch gründete und dem Verlust. Der Verlust des Vaters und der Verlust des geliebten Heims, Schloss Lubowitz, das verkauft werden musste, um die Schulden der Familie zu tilgen. Immer wieder kommt Eichendorff in seinen Werken auf diese Erlebnisse zurück, die sich tief in seine Seele gebrannt haben.

Zu seinen bekanntesten Werken zählen "Die Zauberei im Herbst" (1808), Übersetzungen einiger von von Pedro Calderón de la Barcas religiösen Dramen und die Novelle "Aus dem Leben eines Taugenichts" (1826).

Am 26. November 1857 verstarb Joseph von Eichendorff an Magenkrebs. Er wurde auf dem Jerusalemer Friedhof in Neisse-Nysa in Polen beigesetzt.

Maren Meyer

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker