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Hintergrund: Das können RFID-Chips

Mit ihrer Hilfe könnten Supermärkte Waren nachbestellen und Bibliotheken ihre Bücher verwalten. Aber die Anwendungsmöglichkeiten der "Radio Frequency Identification"-Technologie sind noch vielfältiger.

Die Radio Frequency Identification ist ein Funkstandard, der ohne Berührung und Sichtkontakt Daten von einem Transponder lesbar macht. Während mit herkömmlichem Barcode eine Ware lediglich als Teil einer Warengruppe erkennbar ist, können mit einem RFID-Funkchip zum Beispiel jede einzelne Mineralwasserflasche oder jeder Joghurtbecher eindeutig identifiziert werden. Zudem lässt sich auf einem Transponder eine Vielzahl zusätzlicher Informationen unterbringen, etwa Daten zu Anlieferung und Verfall, Hersteller, Produktgruppe, Preis und so weiter.

Ein RFID-System besteht aus dem hauchdünnen "Etikett" mit dem Transponder-Chip und einer Sende- und Empfangs-Einheit. Die Datenübertragung erfolgt über elektromagnetische Wellen. Je weniger Daten sich auf dem Chip befinden, umso einfacher ist der Ausleseprozess. Eines Tages könnte mit Hilfe dieser Technik sogar jeder Joghurtbecher etwa bei Verlassen des Supermarktes automatisch von einem Scanner am Ausgang erkannt und der Preis vom Konto des Kunden abgebucht werden. Den Einsatz unter anderem dieser Tags testet der Handelskonzern METRO seit einigen Jahren in ihrem "Future Store" in Rheinberg und Lagern. Doch zum Beispiel auch in Bibliotheken, großen Containerhäfen, militärischen Einrichtungen oder Krankenhäusern soll RFID Verwaltung und Logistik vereinfachen.

DPA / DPA
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