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IT-Unternehmen: Combots begräbt sein einziges Produkt

Der Online-Anbieter Combots, das Nachfolgeunternehmen von Web.de, hat sich von seinem Hauptprodukt verabschiedet. Grund ist die schwache Akzeptanz der mit hohen Erwartungen gestarteten Internet-Kommunikationssoftware. Auch Verbesserungen am Produkt hätten keine Wirkung gezeigt.

Der kostenlose Mail-, Internettelefonie und Messaging-Dienst werde nicht mehr weiterentwickelt. Über den Weiterbetrieb für die aktuell rund 40.000 Nutzer sei noch nicht entschieden. "Es ist aber nicht damit zu rechnen, dass der Dienst kurzfristig eingestellt wird", sagte Vorstand Oliver Schwartz.

Der Ausstieg soll einmalig 7,5 Millionen Abschreibungen und 2,4 Millionen Euro Kosten verursachen. Nun fordern die Kleinaktionäre, dass die Haupteigentümer sie abfinden oder die Barmittel sowie die United-Internet-Aktien ausschütten sollten. Insgesamt saß Combots Ende August so auf liquiden Mitteln von 462,4 Millionen Euro. An der Börse weckte die Entscheidung Hoffnungen auf ein Ende der Verluste. Die Aktie stieg um 2,5 Prozent.

Combots ist das Nachfolgeunternehmen von Web.de, das die Brüder Matthias und Michael Greve 2005 an United Internet verkauft hatten. Michael Greve wurde damals Combots-Chef. Für den Verkauf erhielt der Anbieter 9,27 Prozent der United-Internet-Aktien. Nun soll das Unternehmen mit einer Restrukturierung im vierten Quartal auf Kurs gebracht werden. Bereits 2008 soll ein Gewinn von 1 Million bis 2 Millionen Euro ausgewiesen werden. "Es gibt noch keine Entscheidungen über Entlassungen, aber wir planen, ohne betriebsbedingte Kündigungen auszukommen", sagte Schwartz. Derzeit beschäftigt Combots rund 150 Mitarbeiter.

Rendite beschämend niedrig

Die Anteile liegen zu rund 70 Prozent bei den Greves, der Rest verteilt sich auf andere Anleger. Diese zeigten sich verhalten optimistisch. "Immerhin hat die Gesellschaft realistisch reagiert", sagte Christian Strenger. Der Vorstand der Fondsgesellschaft DWS ist privat am Unternehmen beteiligt. Das Gewinnversprechen überzeugt ihn nicht: "Bei verfügbaren Mitteln von mehr als 460 Millionen Euro ist eine Rendite von 1 bis 2 Millionen Euro im kommenden Jahr beschämend niedrig."

Pläne für ein neues Produkt gibt es laut Schwartz noch nicht. Darüber soll erst später entschieden werden. Dennoch will das Unternehmen laut eigener Mitteilung die Entwicklung und den Betrieb von Online-Diensten fortsetzen. Dazu wurden keine Details genannt.

Bildschirme voll bunter Männchen

Das nun gestoppte System setzt vor allem auf eine Kombination bekannter Angebote in einem freundlichen Design. Eine Heerschar kleiner, bunter Männchen bevölkert seit Mitte 2007 die Bildschirme der Kunden: kiffende Rastafaris, putzige Draculas und freundliche Aliens. Jeder dieser "Kommunikationsroboter" sollte für einen engen Freund stehen, so das Konzept. Mit einem Mausklick sollte man ihm die neuesten Urlaubsfotos zuschicken, mit ihm telefonieren, chatten und mailen können. Der Datenumfang sollte keine Rolle spielen - und all das werbefrei und abgeschirmt von Spam und Viren. Die Software sollte sich mit Hilfe der 20 Millionen Kunden von United Internet in Windeseile verbreiten. "Wir wollen vom ersten Tag an Geld verdienen", verkündete Greve noch im August 2006 vor den übrigen Anteilseignern. Die Combots-Software war kostenlos. Freiwillig sollten die Nutzer jedoch eine Gebühr von 2,80 Euro im Monat bezahlen. "Friendlyware" nannte Greve dieses Geschäftsmodell.

Von seinem Geschäftsmodell hatte sich Michael Greve einiges versprochen. Es sollte das Unternehmen zur "erfolgreichsten Firma der Welt für Web-Telekommunikation machen". Wenn alles glatt gehe, so die Unternehmens-PR Ende 2005, seien irgendwann Milliardenumsätze im Bereich des Möglichen. Das damals noch geheime Projekt sei "digital, mit traumhafter Wertschöpfung", hieß es in einer Powerpoint-Präsentation für Investoren. Combots Software biete "zwei Jahre Technologievorsprung, den man fühlen kann".

FTD
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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(