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Katastrophenschutz: Das unerwünschte Schweigen der Sirenen

Ihr durchdringender Heulton ist kaum noch zu hören. Jahrzehntelang waren Sirenen die Technik der Wahl, um die Bevölkerung zu warnen. Nach dem Ende des Kalten Krieges wurden viele abgebaut. Inzwischen wünschen sich Experten das System zurück, denn Alternativlösungen sind schwer zu finden.

Wie bekomme ich im Katastrophenfall nachts meine Bürger aus den Federn? Diese Frage treibt derzeit Innenpolitiker der Länder um. Massen-SMS, Katastrophen-Wecker, satellitengestütztes Warnsystem, Polizei-Lautsprecherwagen, Kirchenglocken - das Potpourri an Möglichkeiten ist reichhaltig. Eine bundesweite Regelung gibt es aber nicht. In den neunziger Jahren wurden viele der 80.000 grauen, nervtötenden Sirenen von Schul- und Behördendächern abgebaut. "Unbrauchbar", "nach Ende des Kalten Krieges überflüssig", "im Unterhalt zu teuer", hieß es. "Im Nachhinein ist man immer schlauer", sagt Thomas Giebeler vom schleswig-holsteinischen Innenministerium.

Nur im Umkreis von Atomkraft- und Chemiewerken, an der Küste in Sturmflut-Gebieten und vereinzelt in den Städten gibt es diese Alarmanlagen noch. Kurz-Lang-Kurz: Dieses Sirenengeheul bedeutete lange Zeit "Radio einschalten, Nachrichten hören". Laut Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) sind noch 35.000 Sirenen im Dienst. Der Bund ist im Kriegsfall für die Alarmierung der Bürger zuständig, der Katastrophenschutz ist Ländersache.

Wiederaufbau zu teuer

Der Bund überließ es nach Ende des Ost-West-Konflikts den Ländern, Sirenen weiter zu betreiben. Da vielen Kommunen der Unterhalt zu teuer war, wurden die Melder eingemottet. Laut BBK erreichten die Sirenen 80 Prozent der Bevölkerung. Unter veränderten internationalen Bedingungen nach dem 11. September 2001 und durch Katastrophen wie das Elbe-Hochwasser 2002, als Städte nachts von den Fluten überrascht wurden, sind Politiker ins Grübeln geraten. Der Arbeitskreis V der Innenministerkonferenz hat mehrere Vorschläge ausgelotet. Auch ein Wiederaufbau der Sirenen wird erwogen. Kosten: 130 Millionen Euro.

Chips im Rauchmelder?

"Durch unser föderales System und eine Heterogenität der Ideen haben wir in Deutschland ein Warnunwesen geschaffen. Überall gelten andere Warnsysteme, zudem gibt es ein Bevölkerungsbildungsproblem beim Katastrophenschutz", sagt Katastrophenforscher Willi Streitz von der Universität Kiel. "Es gibt zahlreiche Vorschläge, die jetzt ergebnisoffen diskutiert werden", erklärt BBK-Sprecherin Ursula Fuchs. In Bundesländern, wo Rauchmelder Pflicht sind, könnte ein Chip in die Melder eingebaut werden. Dieser wird über Zeitzeichensender angepeilt und könnte im Bedarfsfall Alarm auslösen.

"Natürlich könnte es eine Verwechselung mit einem Feueralarm geben, deshalb müsste dies mit Infokampagnen begleitet werden", sagt Fuchs. Sie verweist darauf, dass es im BBK seit einigen Jahren ein satellitengestütztes Warnsystem gibt. Dies kann 170 angeschlossene Rundfunksender unmittelbar alarmieren - es ist aber nur wirksam, wenn Radio, Computer oder TV angeschaltet sind. Streitz kritisiert, dass zu viel über komplizierte technische Lösungen nachgedacht werde. Diese würden schon bei Stromausfällen nicht mehr funktionieren.

Radiowecker?

Eine andere Möglichkeit ist ein Radiowecker, den die Flensburger Firma 2wcom entwickelt hat. Auf der UKW-Frequenz werden von Behörden ausgesandte Warnungen wie "Schwerer Störfall im AKW Krümmel - bitte Fenster und Türen geschlossen halten" aufgeschnappt und im Radio- Display angezeigt. Auch wenn das Radio ausgeschaltet ist, wird sofort ein energisches Signal ausgelöst. Die Firma hat 50.000 dieser Frühwarnsysteme an die schwedische Regierung verkauft, die sie an Bewohner in der Nähe von Atomkraftwerken ausgehändigt hat.

Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) hat auf seinem Schreibtisch zu Testzwecken ein solches Radio stehen. Es kostet zurzeit 50 Euro. "Der Wecker ist an sich eine gute Idee. Nur ist das Land finanziell nicht in der Lage, jeden Haushalt damit auszurüsten", erteilt Carstensen dieser Lösung eine Absage. Thomas Giebeler vom Innenministerium meint: "Die Sirene ist nach wie vor die wirksamste Methode, die Menschen im Katastrophenfall bis in den hintersten Winkel der Republik aus den Betten zu bekommen."

Georg Ismar/DPA / DPA
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.