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Kaufberatung: Welcher digitale Videorecorder passt zu mir?

Mit einem digitalen Videorecorder eröffnet sich Ihnen eine neue Fernsehwelt. Die Kaufberatung des stern hilft Ihnen dabei, in der Fülle der Angebote die richtigen Geräte zu finden.

Die Zeit der VHS-Cassette ist vorbei - denn Festplattenrecorder haben zu viele Vorteile: Man kann zeitversetzt fernsehen, alles, was man nicht braucht, einfach löschen; selbst in sehr guter Qualität passen viel mehr Stunden auf die Platte. Bleibt nur die Frage: Welches Gerät ist für wen das richtige?

Wer über Kabel fernsieht, sollte sich ein Gerät mit analogem Empfangsteil, Festplatte und DVD-Recorder-Laufwerk zulegen. Diese Recorder speichern Filme auf der Festplatte und kopieren sie auf Wunsch später auf einen DVD-Rohling. Damit haben sie gegenüber reinen DVD-Recordern einen entscheidenden Vorteil, der auf Dauer sogar die höheren Anschaffungskosten amortisiert: Auf die teure Scheibe kommt nur, was sich wirklich im Regal zu archivieren lohnt - alles andere wird nach dem Anschauen einfach gelöscht.

Die Größe der Festplatte bestimmt den Preis der Maschine. Modelle mit 80 Gigabyte Speicherplatz sind ab 400 Euro zu haben, für Recorder mit 400 Gigabyte sind mehr als 1300 Euro fällig. Wie viel Programm dann tatsächlich auf die Platte passt, hängt nicht nur von der Anzahl der Gigabyte, sondern auch von der gewünschten Aufnahmequalität ab - nach dem Prinzip: Je klarer die Bilder, desto größer die Datenmenge. In "Standard Play", einem guten Kompromiss zwischen ausreichender Bildschärfe und maßvollem Datenvolumen, reichen 80 Gigabyte für rund 34 Stunden Film.

Wer viel aufnimmt, sollte sich also eine möglichst große Platte gönnen - oder in eines der jüngsten Modelle von Panasonic und Pioneer investieren. Dank leistungsfähiger Codierchips holen sie aus der Festplatte oder dem Rohling besonders lange Spielzeiten heraus, ohne die Aufnahmen allzu flau aussehen zu lassen.

Sollen gleich zwei Spielfilme oder ein halbes Dutzend Folgen "Lindenstraße" auf eine einzige DVD, bieten sich neue Recordermodelle als Lösung an, die spezielle Rohlinge mit zwei Aufnahmeschichten bespielen können. Diese Medien mit dem Namenszusatz Dual oder Double Layer (siehe Glossar Seite 32) fassen 8,5 Gigabyte - beinahe doppelt so viele Daten wie ein normaler DVD-Rohling. Das reicht für 3 Stunden und 40 Minuten Programm in guter Standard-Play-Qualität.

Ein weiteres Kriterium

für die Wahl des richtigen Recorders ist der Bedienkomfort. Hier trumpfen Geräte auf, die mit einer elektronischen Programmzeitschrift (EPG) auf dem Bildschirm zeigen, was auf welchen Kanälen läuft. Ein Klick auf die Sendung genügt, und schon weiß die Maschine, wann sie loszulegen hat. Je nach Gerät reichen die Programmführer bis zu zwei Wochen in die Zukunft. Ihre Daten erhalten manche Recorder aus dem TV-Signal, andere aus dem Internet.

Gegen lästige Werbeblöcke hat sich Sony etwas ausgedacht: Das neue Modell RDR-HX910 markiert automatisch Szenenwechsel - und damit Unterbrecherwerbung. So genügen einige Klicks, um rasch zu entfernen, was nicht zum Film gehört.

Wer das digitale Antennenfernsehen DVB-T schaut, sollte auf das passende Empfangsteil des Recorders achten - und muss leider auf die Kombinationen von Digitalempfänger, Festplatte und DVD-Brenner bis Ende des Jahres warten: Philips hat mit seinem Modell DVDR9000H einen ersten Typ dieser Bauart angekündigt.

Als Alternative

kommen Set-Top-Boxen infrage, die nur eine Festplatte als Aufnahmemedium enthalten. Auch Haushalte, die ihr Fernsehen digital über Satellit beziehen, haben kaum eine andere Wahl als Set-Top-Boxen mit eingebauter Festplatte. Die können zwar viel aufnehmen und haben einen Programmführer. Auch passende Modelle gibt es in großer Auswahl - nach Bedarf mit Leseschacht für Premiere-Abokarten oder mit zweitem Empfangsteil, damit man einen Film sehen kann, während ein weiterer aufgezeichnet wird.

Doch was diesen Boxen fehlt, ist der DVD-Recorder für die Archivierung von Aufnahmen. Zwar kann man einen anschließen, doch ideal ist diese Lösung nicht, weil sie nur über einen technischen Umweg funktioniert: Die Set-Top-Box schickt die ursprünglich digitalen Bildsignale analog per Kabel an den DVD-Recorder, und der konvertiert sie wieder ins Digitale zurück, was nie ohne meist sichtbaren Qualitätsverlust abgeht.

Nur wenn ein Computer ins Spiel kommt, klappt das Kopieren digital: Hat die Set-Top-Box eine USB 2.0- oder Netzwerkverbindung, gehen die Daten an den PC, mit dessen Laufwerk sich die Filme auf DVD brennen lassen. Wer ohnehin eine PC-Anbindung wünscht, der sollte überlegen, ob er sich ein Gerät anschafft, das aus der Computerindustrie stammt - zum Beispiel von Fujitsu Siemens. Das neue Activy Media Center 570 ist ein für Antenne, Kabel oder Satellit gleichermaßen tauglicher, kompletter Multimedia-Computer, der sich von einem echten PC nur dadurch unterscheidet, dass er sein abgespecktes Windows-Innenleben verbirgt.

Video-Aufnahmen auf DVDs brennen, Daten aus dem Internet saugen, Spielfilme per Netzwerk im Haus verteilen oder über DSL-Leitung herunterladen, Videos in hochauflösenden Formaten abspielen - all dies beherrscht die Maschine mühelos. Und sie ist trotz der Funktionsfülle einfach zu bedienen.

Rechner mit dem Betriebssystem Windows Media Center Edition haben ebensolche Fähigkeiten; sie zeigen auch Fotos auf dem Fernseher an und liefern Digitalmusik an die Stereoanlage. Doch damit holt man sich einen PC ins Wohnzimmer - und das schafft oft Probleme: Lüfter und Festplatten machen zu viel Lärm für die ruhige Umgebung. Besonders leise sind Maschinen, die ihre Prozessoren passiv kühlen, zum Beispiel mit "Heatpipes", das sind Wärmeableiter, die ganz ohne Ventilator auskommen.

Die Wahl fällt schwer. Eines ist jedoch sicher: Niemand wird seinen alten Videorecorder vermissen.

Wolfgang Tunze / print
Kann ich mich auf Geschwindigkeitsanzeige FritzBox verlassen?
Hallo zusammen, erstmal herzlichen Dank für die Leute, die sich Zeit nehmen Fragen zu beantworten oder ihre Erfahrungen mit anderen teilen. Das ist oft hlifreich, wenn man sich nicht so auskennt. Ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Die Telekom hat hier nach langer und ersehnter Zeit schnelle Leitungen verlegt. Mitarbeiter waren auch zu Besuch da und auch nett:-) Sie wollten ja auch, dass ich von 1und1 wieder zurück wechsel. Das ist für mich in Ordnung und gehört zum Wettbewerb. Da jedoch die Mitarbeiter mir sagten, dass die Telekom für paar Jahre das Vorrecht hätte, könnte ich schnelles Internet nur über Telekom beziehen. Sprich entweder Telekom und schnelles Internet oder langsames Internet. Da habe ich im Internet recherchiert und rausgefunden, dass das so nicht mehr stimmt. Das war der Grund, warum ich dann bei 1und1 DSL100 abgeschlossen habe, da man mir am Telefon gesagt, dass es ohne Probleme möglich wäre. Nun ist es jedoch so, dass wir gar nicht so merken, dass unser Internet schneller ist. Gerade in der oberen Etage kann man nicht ohne Router surfen oder Sky über Internet Fernsehen. Nun meine Frage: Bei der Fritzbox wird es jedoch angezeigt. Kann ich mich drauf verlassen? Oder wie macht ihr eure Messungen? Ich weiss, dass es Software gibt, aber der feste Rechner ist bereits alt und hat einen alten Internet Explorer drauf. Wenn ich mit einem Laptop im Wlan mich reinhänge, wird sicher die Geschwindigkeit sowieso niedriger und nicht verwertbar sein, oder? Vielen Dank für die Antworten.