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Essen drucken: Sushi aus dem 3D-Drucker: Ist Pixelessen die Zukunft?

Das japanische Unternehmen Open Meals hat auf der Technikkonferenz SKSW den sogenannten "Pixel Food Printer" vorgestellt. Ihr ausgedrucktes Sushi sieht aus, als wäre es aus einem 90er-Jahre-Videospiel entkommen – ist aber essbar.

Ausgedrucktes Sushi in allen Variationen: Sushi aus essbaren Gelkissen

Ausgedrucktes Sushi: Die japanische Spezialität in essbarer Pixel-Optik

Auf der Konferenz South by Southwest (SKSW) im amerikanischen Austin versammeln sich jedes Jahr im März zehntausende Besucher, um die neuesten Trends aus der Technikbranche zu entdecken. Ein Prototyp, der jetzt für Aufsehen sorgt, ist der Pixel Food Printer der japanischen Firma Open Meals. So berichtet es die amerikanische Nachrichtenseite "Mashable".

Die Japaner haben große Ziele: Ihr 3D-Drucker soll es ermöglichen, Essen von überall auf der Welt auszudrucken. Um Nahrung drucken zu können, braucht das Gerät jedoch zunächst die richtigen Informationen zum jeweiligen Gericht. Dafür wurde die Plattform "Food Base" gegründet.

3D-Drucker soll auf Kommando Essen drucken können

Food Base soll künftig ähnlich wie Youtube funktionieren: Nutzer aus der ganzen Welt sollen Daten über Gerichte sammeln und sich gegenseitig zur Verfügung stellen. Vom Guacamole-Rezept bis hin zur schwäbischen Maultasche kann also alles dabei sein. Der Food Printer braucht dabei detaillierte Informationen über den Geschmack, die Form, die Farbe und über die Inhaltsstoffe des jeweiligen Essens.

Sofern der 3D-Drucker alle benötigten Daten beisammen hat, kann er das gewünschte Essen produzieren. Dabei druckt der kleine Roboterarm einzelne Pixel, die aus essbarem Gel bestehen. Gemäß Druckauftrag werden die Gelpixel mit unterschiedlichen Aromen, Nahrungsstoffen und Lebensmittelfarbe angereichert und schließlich in der passenden Form und Farbe gedruckt. Klingt lecker, oder?

Die Macher des Food Printers arbeiten daran, dass die einzelnen Pixel zukünftig deutlich kleiner werden und das Essen damit realistischer aussieht. Bis dahin freuen sich Food-Blogger sicher über die ungewöhnliche Nahrung, die aussieht, als hätte Super Mario sie auf Yoshi’s Island bestellt. 

Und wie schmeckt es wirklich? Autor Raymond Wong, der sich die Erfindung für "Mashable" auf der SXSW angeschaut hat, sagt: "Da ist noch sehr viel Arbeit nötig, bis es dem echten Geschmack auch nur nahe kommt." Die Macher des Pixel Food Druckers träumen bereits davon, einen ihrer Food Printer ins All zu schicken, damit sich Astronauten das Gericht ihrer Wahl ausdrucken können.

Fest steht: Essen ausdrucken, wann auch immer man will, das wäre eine Sensation!


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