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Energiegewinnung: Diese Karte zeigt, wie abhängig die Welt noch immer von fossilen Brennstoffen ist

Wie sieht es auf der Welt aus, wenn man alle Atomkraftwerke gleichzeitig abstellt? Oder keine fossilen Brennstoffe mehr zur Stromerzeugung einsetzt? Eine interaktive Karte zeigt es.

Stellen Sie sich vor, jemand stellt auf einen Schlag alle Kohle-, Öl- und Gaskraftwerke auf der ganzen Welt ab. Dann würde es nachts auf der Erde ganz schön düster werden, wie die obenstehende Karte recht eindrucksvoll illustriert. Das britische Vergleichsportal gocompare.com hat die Karte mit Daten der "International Energy Organisation" visualisiert. Hier kommen Sie zur interaktiven Vollbildversion. Per Klick auf die Schalter können Sie dort sehen, welche Länder der Welt ohne Atomstrom, Erneuerbare Energien oder fossile Brennstoffe dunkel werden würden. Wählen Sie ein Land aus, um zu sehen, wie es seinen Energiebedarf deckt.

Fossile Brennstoffe in den meisten Ländern noch größter Stromlieferant

Die meisten Länder setzen auf einen Mix, in dem fossile Brennstoffe den größten Teil ausmachen. In Deutschland zum Beispiel stellen Kohle und Gas rund 60 Prozent im Energiemix, erneuerbare Energien tragen rund ein Viertel der Gesamtmenge bei. Atomstrom kommt im Land der Energiewende noch immer auf rund 15 Prozent.

Regenerative Energie in vielen Ländern auf dem Vormarsch

Island setzt als einziges Land bereits heute komplett auf Strom aus regenerativer Energie, der Inselstaat gewinnt seine Energie aus Erdwärme und Wasserkraft. Norwegen ist mit 98 Prozent Wasserkraft immerhin recht nah dran an einer regenerativen Vollversorgung. In Schweden, Portugal, Kanada und vielen lateinamerikanischen Staaten wiederum macht Strom aus Sonnen-, Wind- oder Wasserkraft bereits mehr als die Hälfte im jeweiligen Energiemix des Landes aus. Brasilien etwa kommt auf einen Anteil von 77 Prozent.

Frankreich hält an Atomenergie fest

Auf der anderen Seite gewinnt Frankreich drei Viertel seines Stroms aus Atomkraftwerken. Japan wiederum, das 2009 noch einen Atomstromanteil von 30 Prozent hatte, hat den Anteil von Nuklearenergie nach der Fukushima-Katastrophe auf ein Prozent abgesenkt.

rös