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Küche Spülmaschinenreiniger bei Warentest – billig macht sauberer

Nicht jeder Tab macht das Geschirr sauber.
Nicht jeder Tab macht das Geschirr sauber.
© Vera_Petrunina / Getty Images
Beim aktuellen Test von Spülmaschinenreinigern deklassieren die Handelsmarken die Markenprodukte. Die teuren Marken stellen die Testversager, die nicht richtig reinigen – dafür aber Geschirr und Besteck beschädigen.

Der aktuelle Test von Spülmaschinenreinigern ist ein Desaster für die teuren Markenprodukte. Sie belegen die hinteren Ränge und kassieren jede Menge kritischer Bemerkungen. Vorn unter den 13 Testkandidaten liegen die Eigenmarken von Aldi, dm, Lidl, Penny, Rewe oder Rossmann. Die Sieger-Tabs sehen sich recht ähnlich, sie sind alle gelb-weiß-blau, auch Qualität und Preis unterscheiden sich kaum. Sie kosten sieben oder acht Cent pro Stück. Vermutlich stammen sie alle vom gleichen Lieferanten. Auch einige Marken-Tabs schneiden mit der Note gut ab – sie sind aber doppelt so teuer. Für den Mehrpreis gibt es keinen Grund.

Kein Qualitätsversprechen

Zu dem Qualitätsversprechen der Markenprodukte urteilen die Tester knapp: "Kein Verlass auf bekannte Marken". Finish Powerball All in 1 ist das absolute Schlusslicht des Tests. Der Powerball kassiert ein "Mangelhaft". Er konnte im Test keine hartnäckigen Speisereste auf Geschirr und Gläsern abwaschen. Nach wenigen Spülgängen zauberte er außerdem hässliche Beläge auf das Besteck aus Edelstahl. Im Dauerbetrieb ruinierte er Gläser und Silber. Anstatt eines Pflegemittels kauft man hier eher ein Zerstörungsmittel ein. Im Alltag würden solche Testversager Geschirr und Maschine innerhalb eines Jahres ruinieren. Nachhaltig ist das natürlich nicht. Ein gutes Reinigungsmittel muss möglichst schonend mit Maschine und Geschirr umgehen.

Eiweiß wird nicht gelöst

Kaum besser schnitt ein weiterer Powerball von Finish ab und auch Somat All in 1 Extra 10 Multi-Aktiv7 reinigte nicht überzeugend. Das vernichtende Urteil: "Statt Sauberkeit in Markenqualität bekamen die Prüfer bei dem ausreichenden Somat und den beiden Finish-Tabs insgesamt mehr Schmutzreste zu sehen als bei allen anderen Produkten im Test." Weil die Reinigungsenzyme nicht wirken, wurden angetrocknete Milch und Fleischreste nicht gelöst und es klebten Reste nach der Reinigung auf Tellern und den Gläsern. Und das zu Preisen, die mehr als doppelt so hoch wie die der Handelsmarken sind. 18 und 19 Cent kosten die Markenversager.

Ein Umweltsieger

Mit den "No Names" kommt man so nicht mit. Auch die zwei Gelkissen im Test sind keine gute Alternative. Das Urteil: "Mit den guten Tabs können sie nicht konkurrieren." Was die Materialschonung angeht, haben die Produkte generell nachgebessert. Aber auf Dauer sieht man Gläsern doch die Maschinenreinigung an. Edle Gläser sollte man daher besser mit der Hand spülen. Wer besonders gewässerschonend spülen will, kann die Claro-Multitabs für 17 Cent pro Stück nehmen. Sie überzeugen in den Umwelteigenschaften und sind bei der Reinigung nur etwas schwächer als die Tabs der sieben Handelsmarken.

Folgende Methoden sind nicht zu empfehlen: In vielen Haushalten werden Multi-Tabs benutzt und zusätzlich werden auch noch Salz und Klarspüler in die Maschine gegeben. Für die Umwelt und das Portemonnaie ist dieses Vorgehen nach dem Motto "Viel hilft auch viel!" nicht gut. Auch wenn man, um auf Nummer sicherzugehen, immer den heißesten Spülgang wählt, verbraucht man besonders viel Strom. Besser ist es, ein Mittel zu nehmen, das auch bei niedrigen Temperaturen ein gutes Ergebnis erzielt. Zumal der Test gezeigt hat, dass die besten Tabs auch die billigsten sind.

Den kompletten Test können Sie gegen eine Gebühr unter www.test.de  abrufen.

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