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Straßenbau in Japan Dieser Riesenkrater wurde in sieben Tagen repariert

Im Punkto Straßenreparaturen und öffentliche Bauten können wir in Deutschland noch gehörig von Asien lernen. Letztes Beispiel: Ein riesiger Krater in Fukuoka wurde in nur sieben Tagen beseitigt.

Durch Bauarbeiten an einer Bahnlinie wurde das Erdreich unterhalb eine Hauptverkehrsstraße in der japanischen Stadt Fukuoka weggespült. Schließlich senkte sich die Bodendecke und ein 30 Meter langes, 27 Meter breites und 15 Meter tiefes Loch tat sich mitten im Zentrum der japanischen Stadt Fukuoka auf. Verletzt wurde niemand bei der Absenkung. Der Hergang war dem Unglück in Köln ganz ähnlich, als im März 2009 das Historische Archiv einstürzte.

Nicht nur die Straße war in Fukuoka unterbrochen, auch alle Versorgungsleitungen wurden gekappt. Ein Zeitraffervideo zeigt den enorm effizienten Reparatur-Einsatz, in nur sieben Tagen war die fünfspurige Straße wieder befahrbar. Dazu mussten die unterirdischen Versorgungsleitungen erneuert werden, der verloren gegangene Untergrund mit Lkws herbei gebracht, Straßendecke und Straßenzeichen ersetzt werden.

Die japanische Zeitung "Asahi Shimbun" schreibt sogar, dass man noch zwei Tage hätte herausholen können, wenn es nicht so fürchterlich geregnet hätte. In Deutschland wäre man im Zeitraum einer Woche kaum über eine provisorische Absperrung des Lochs hinweggekommen. Bei uns arbeiten aber häufig auch nur zwei Personen auf derartigen Baustellen. In Fukuoka wimmelte es hingegen auf der Baustelle. Tag und Nacht – 24 Stunden lang wurde gearbeitet.

Trotz der enormen Leistung lässt der Bürgermeister der Stadt, Soichiro Takashima, keine Selbstgefälligkeit erkennen. Er entschuldigte sich sogar für die "großen Unannehmlichkeiten", die die Stadt bereitet hätte. "Ich bin allen aufrichtig dankbar für ihre großen Anstrengungen. Wir werden alles unternehmen, um den Vorfall aufzuklären und die Betroffenen zu entschädigen."

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