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Supercomputer: In Jülich wird schnell gerechnet

Im Forschungszentrum Jülich ist Europas schnellster Supercomputer in Betrieb genommen worden. Der flinke Rechenknecht schafft 46 Billionen Operationen pro Sekunde.

Der schnellste Supercomputer Europas hat in Nordrhein-Westfalen im Forschungszentrum Jülich seine Arbeit aufgenommen. Mit einer Leistung von 46 Tera-Flops (Billionen Rechenschritte in der Sekunde) belegt er den Angaben zufolge unter den Rechnern der rein wissenschaftlich orientierten Forschungseinrichtungen sogar weltweit den 1. Platz.

JUBL in Jülich

JUBL steht für Jülicher Blue Gene/L. Blue Gene/L ist eine Baureihe von Supercomputern von IBM. Sie erzielen ihre Rechenleistung durch den parallelen Betrieb sehr vieler Strom sparender Prozessoren, wie Professor Thomas Lippert erklärte, geschäftsführender Direktor des Jülicher John von Neumann-Instituts, in dem der Jülicher Rechner angesiedelt ist. JUBL eröffnet nach Angaben der Forscher neue Wege für die Physik, die Materialforschung und die Nanotechnologie, aber auch in der Biologie, der Medizin und der Umweltforschung etwa bei Analysen zur Schadstoffausbreitung in Erdreich und Atmosphäre. Für die Wissenschaftler sind Simulationen mit Supercomputern neben Theorie und Experiment zum dritten Standbein der Forschung und damit unverzichtbar geworden, was vor allem für fachübergreifende Fragestellungen gilt

AP / AP