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Technik für Haustiere: Jogging auf vier Pfoten

Ein Leben ohne technische Helferlein? Kaum mehr vorstellbar! Höchste Zeit also, auch unsere besten Freunde auszurüsten. Laufräder für Hunde, Singhilfen für Vögel, Lichtorgeln für Fische: Neues vom Gadgetmarkt für Haustiere.

Von Mauritius Much

Auch für stumme Fische gibt es technische Spielereien. Es muss ja keine Freisprecheinrichtung sein Hat sich vor ein paar Jahren irgendwer geärgert, dass sein Telefon nicht gleichzeitig eine Videokamera war? War jemand enttäuscht, dass sein MP3-Player nicht 20.000, sondern nur 1000 Songs fasste? Natürlich nicht. Es liegt in der Natur von Technikgadgets, dass man sie eigentlich nicht braucht.

Trotzdem ist es nett, dass es sie gibt. Aber während wir ständig neue technische Spielereien anhäufen, gehen unsere besten Freunde leer aus. Dabei gibt es doch inzwischen eine riesige Auswahl an Gadgets für Hunde, Katzen und andere Haustiere.

Heimtrainer für Hunde

  • Wie unbequem kann doch Bequemlichkeit werden: Kaum bewegt man sich eine Weile nur zwischen Schreibtisch, Fernsehcouch und Bett, schon zwicken Hosen und spannen Hemden. Oft wird übersehen, dass auch Haustiere zunehmen können. Weil Herrchen im nassen Herbst nicht mit Waldi rausgeht, bleibt der Dackel zu Hause, frisst, schläft - und wird dicker. Wenn Herrchen so etwas passiert, beschließt er irgendwann, den Bauch im Fitnessstudio zu bekämpfen. Waldi kann etwas ganz Ähnliches tun: nämlich einmal am Tag auf sein Hundelaufband hüpfen und bei acht Stundenkilometern eine halbe Stunde traben wie im Sommer im Park. Wenn Herrchen ihn richtig fordern will, stellt er das Laufband kurz auf eine Steigung von 14 Prozent. Das ist dann so anstrengend wie eine kurze, knackige Bergtour und sorgt schnell dafür, dass das Hundehalsband wieder passt.

Fernfütterung für Katzen

Keine Katze würde sich je freiwillig auf ein Laufband stellen, aber dafür haben Katzen auch nichts dagegen, mal allein zu Hause zu sein. Es sei denn, sie bekommen nichts zu fressen. Doch das kann schnell passieren: Man verabredet sich nach der Arbeit zum Essen, und erst beim Hauptgang fällt einem ein, dass die Katze zu Hause mit knurrendem Magen auf ihr Abendessen wartet. Überzeugten Katzenliebhabern wäre jetzt entweder der Abend verdorben, oder sie würden gleich ganz nach Hause eilen. Doch mit dem "Remote Pet Feeding & Viewing Camera Kit" können sie entspannt im Restaurant sitzen bleiben: Einfach das internetfähige Handy gezückt und damit den PC ferngesteuert, an den das automatische Fütterungsgerät zu Hause angeschlossen ist. Ein Tastendruck auf dem Handy und ein Berg Trockenfutter rieselt vom Behälter in den Napf. Per Webcam lässt sich dann auf dem Handydisplay sogar beobachten, ob die Katze alles auffrisst.

Ausfahrten für Hamster

In seinen vier Lebensjahren kommt ein Hamster kaum über die 40 mal 80 Zentimeter seines Käfigs hinaus. Außer Heu und Stroh am Boden, Futternapf, Trinkflasche, Häuschen und Hamsterrad lernt er nicht viel kennen. Wie gut, dass es den Critter Cruiser gibt. Das Plastikauto mit eingebautem Hamsterrad ist für das kleine Haustier die Chance, die ganze Wohnung zu erkunden. Dafür muss man den Hamster nur aus dem Käfig heben und in sein rotes Auto setzen. Sobald das Tierchen im Hamsterrad zu laufen beginnt, fährt das Auto quer durch das Wohnzimmer zur Küche. Weil das Hamsterrad komplett in das Plastikauto integriert ist, braucht niemand Angst vor Hamsterkratzern auf dem Esszimmerparkett zu haben. Allerdings sollte der Nager nur unter Aufsicht durch die Wohnung rasen - falls er umkippt oder sich am Wohnzimmerschrank festfährt.

Musikunterricht für Vögel

Jeder Vogelliebhaber träumt davon, seinem Wellensittich ein bestimmtes Lied beizubringen. Dafür braucht man viel Zeit, Geduld und ist auf die Kooperation des Federviechs angewiesen. Viel einfacher läuft der Musikunterricht mit der "Sing-A-Long Jukebox for Birds" ab. Mit ihr kann der Wellensittich einen Song wie "Somewhere over the Rainbow" so oft selbst abspielen, mitsingen und auswendig lernen, wie er möchte. Dafür muss er mit seinem Schnabel nur auf den großen Knopf der Plastikjukebox picken, die wie ein dreieckiges Mobile aussieht und in den Vogelkäfig gehängt wird - schon erklingt die Melodie. Wenn er einen Song draufhat, kann man die Jukebox mit Liedern wie "Singing in the Rain" oder "Wild Thing" nachrüsten.

Aussicht für Goldfische

Das ganze Leben im selben Teich herumschwimmen zu müssen wird selbst einem Goldfisch irgendwann langweilig. Mit dem Fishloft eröffnen sich ihm neue Perspektiven. Man muss nur die 66 Zentimeter hohe durchsichtige Plastiksäule in der Mitte des Gartenteichs anbringen und das Aussichtsrohr mittels einer elektrischen Pumpe mit Wasser auffüllen - schon kann sich der Goldfisch den ganzen Garten, seinen Teich und die lauernde Nachbarskatze aus einem halben Meter Höhe anschauen. Die kleine Blaustrichbarbe dagegen genießt die Vorzüge des Hightech-Aquariums "Smart Mini USB Desktop Fish Tank Aquarium": Netzkabel rein und USB-Kabel an den Computer angeschlossen, schon schwimmt die Brasse auf Tastendruck in mehrfarbigem Licht, ändert sich die Temperatur oder wird neuer Sauerstoff in das Aquarium gepumpt. Und wer das Füttern vergisst, wird daran automatisch vom Computer erinnert.

FTD