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Kochen Warentester prüfen Antihaft-Pfannen – Sensibelchen für den Herd

In den Teflon-Pfannen brennt nichts an - aber sie sind sehr empfindlich.
In den Teflon-Pfannen brennt nichts an - aber sie sind sehr empfindlich.
© Getty Images
Antihaftbeschichtungen wollen wie rohe Eier behandelt werden, aber selbst mit größter Sorgfalt überzeugen die Beschichtungen häufig nicht. Eine Ikea-Pfanne erhitzte sich im Test so stark, dass sie das Teflon zu giftigem Gas verdampfte.

Den Test für Pfannen mit Antihaftbeschichtung haben die Warentester mit einem "Nicht für die Ewigkeit" überschrieben. Eine deutliche Warnung, dass das Bratvergnügen ohne Ansetzen nur eine begrenzte Zeit lang funktioniert. Ganz anders also als Pfannen aus Gusseisen oder Edelstahl, die ein Leben lang ihren Dienst tun.

Und selbst mit dieser Einschränkung sind nur vier von 14 Pfannen gut. Der Preis sagt auch hier nichts über Qualität. Die Edelstahlpfanne von Le Creuset für stattliche 129 Euro schneidet schlechter ab als die Pfanne Ernesto Titanplasma von Lidl für 17 Euro. Die Pfanne vom Discounter erreicht als Gesamtnote ein befriedigend, die Beschichtung wird sogar mit gut bewertet. Damit ist das Küchengerät von Lidl klarer Preis-Leistungs-Sieger. Insbesondere Personen, die ihre Beschichtung nicht so schonend wie nötig behandeln, sollten über die Low-Budget-Pfanne nachdenken. So ist es zu verkraften, wenn der Küchenhelfer ausgetauscht werden muss.

Nur wenige Pfannen sind gut

Testsieger ist die Gastro Sus Diamas mit der Note Gut (2,2). Mit 60 Euro ist der Preis auch akzeptabel. Auf Platz zwei folgt die Fisslers Adamant Comfort. Sie kostet 100 Euro, wiegt aber 1,5 Kilogramm. Manche Köche lieben so schweres Gerät, anderen ist es zu unhandlich. Der Zwilling Madura Plus für 70 Euro landet auf dem dritten Platz und punktet mit langlebiger Antihaftwirkung.

Beim Test wurde dieses Szenario durchgespielt: Was passiert eigentlich, wenn man die leere Pfanne bei voller Hitze einige Minuten auf dem Herd vergisst? Bei einem Induktionsherd führt das beim Küchengerät von Ikea dazu, dass sich die Pfanne innerhalb von nur zwei Minuten auf 400 Grad erhitzt. Dann fängt die Beschichtung an zu dampfen und setzt giftige Dämpfe frei, unter anderem Fluorverbindungen. Und noch schlimmer: Wer jetzt die Pfanne von Herd nimmt, wird sich die Hände am ebenfalls heißen Griff verbrennen. Das reicht nur für ein mangelhaft. Grundsätzlich sollte man die Pfannen nie leer und auf höchster Stufe aufheizen. Das kann aber passieren, wenn man die Pfanne kurz anstellt und abgelenkt wird, bevor man Öl zugibt. Eine weitere Pfanne fiel durch, weil der Griff abbrach.

Nie mit Metall

Jede Versiegelung wird von scharfen Messern und kratzenden Reinigungsschwämmen zerstört. Aber auch saure Lebensmittel setzen ihr zu. Selbst wenn man sehr vorsichtig ist und nur Bratenwender aus Kunststoff oder Holz verwendet, verliert die Beschichtung mit der Zeit ihre Wirkung. Mit Metall darf man der Pfanne nie zu nahekommen, ein Ratscher mit der Gabel reicht aus, um feine Kratzer zu hinterlassen. Selbst im Schrank soll die Oberfläche durch ein Tuch geschützt werden. Im Labor- Stresstest lösten sich Beschichtungen ab, manche warfen Blasen, andere bröckelten einfach ab. Häufig hielten die Griffe nicht. Kleiner Tipp: Es empfiehlt sich die Schrauben nachzuziehen.Alle Pfannen dürfen in die Spülmaschine, im Interesse einer langen Lebensdauer raten die Warentester aber zur Handarbeit.

Wir haben die Schwenkpfanne getestet

Alle getesteten Pfannen haben die Größe von 28 Zentimeter Durchmesser. Das ist in etwa das Maximum, welches auf einem Kochfeld Platz findet, ohne die Töpfe auf den anderen Feldern zu bedrängen. Pfannen mit 32 Zentimetern Durchmesser benötigen ein XL-Feld. Für einen Singlehaushalt ist eine Größe von 24 Zentimetern gebräuchlicher.

Bei teuren Pfannen lohnt es sich, eine zerkratzte Pfanne neu beschichten zu lassen, dieser Service kostet etwa 20 Euro.

Den ganzen Test können Sie gegen eine Gebühr hier einsehen.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Mehr Informationen dazu gibt es hier.


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