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Sicherheits-Software im Test: Diese Programme schützen vor Viren und Trojanern

Täglich landen Millionen Viren und Trojaner in deutschen E-Mail-Konten. Wie schützt man sich dagegen? Die Fachzeitschrift "Computer Bild" hat 8 Virenwächter getestet - mit erstaunlichen Ergebnissen

Von Christoph Fröhlich

Das vergangene Jahr war in puncto Datensicherheit ein Albtraum: Cyberkriminelle erbeuteten Millionen Zugangsdaten für Online-Shops und soziale Netzwerke, Hacker knackten Firmennetzwerke, klauten Nacktbilder und die E-Mail-Postfächer wurden mit gefälschten Telekom-Rechnungen und Steuerbescheiden geflutet, hinter denen sich doch nur fiese Trojaner verbargen. Manche waren so gut getarnt, dass selbst erfahrene Anwender auf die Tricks der Onlinebetrüger hereinfielen.

Umso wichtiger ist es daher, ein zuverlässiges Schutzprogramm auf dem Rechner zu haben. Doch welches Programm ist am besten? Und schützt Gratis-Software ausreichend oder sollte es besser die Premium-Version sein? Die Fachzeitschrift "Computer Bild" hat in seiner aktuellen Ausgabe acht Antivirenprogramme für den PC auf Herz und Nieren getestet.

Kaspersky und G Data top

Auf dem ersten Platz landet die Kaspersky Internet Security 2015 für 59,95 Euro. Die Software erkennt die meisten Schädlinge im Test, zudem ist die Bedienung kinderleicht. Pluspunkte gibt es für die vielen Zusatzfunktionen, etwa die Kindersicherung oder den Webcam-Schutz. Versucht eine Schadsoftware, sich Zugriff auf die Webcam zu verschaffen, informiert die Security Suite den Nutzer umgehend. Nachteil: Ohne aktive Internetverbindung arbeitet Kaspersky deutlich weniger effizient - dann rutschen knapp vier Prozent der Schädlinge durchs Raster. Andere Programme wie G Data arbeiteten offline deutlich effizienter, dort entwischten gerade einmal 0,01 Prozent der mehr als 180.000 untersuchten Schädlinge.

Die G Data Internet Security landet auf dem zweiten Platz: Die Software ist mit 49,95 Euro zehn Euro günstiger als der Testsieger. Die Schutzleistung ist auf Augenhöhe mit Kaspersky, im Praxistest erkennt das Programm nahezu alle Gefahren und sichert auch das Online-Banking hervorragend ab. Als einziges Programm erhält es in diesem Bereich eine Note von 1,0. Allerdings belastet das Programm die Systemleistung stärker, auf älteren Rechnern kann es daher zu längeren Wartezeiten kommen. Auch die Bedienung ist laut "Computer Bild" etwas umständlich.

Auf Platz drei landet Norton Security für 44,99 Euro. Die Software verbraucht am wenigsten PC-Ressourcen, kann beim Virenschutz aber nicht mit den Spitzenreitern mithalten.

Auf dem letzten Platz steht die Internet Security 2015 von Bitdefender. Mit 59,95 Euro ist es zugleich eines der teuersten Programme im Test. Beim Virenschutz kann die Software nicht punkten, außerdem bremst sie den PC aus.

Gratis schützt nur halb so gut

Um sich vor Trojanern und Hackern zu schützen, greifen viele Nutzer auf eine Kostenlos-Version der renommierten Antivirenschutzprogramme zurück. Laut "Computer Bild" ist das aber riskant: Nur ein vollständiges Security-Paket mit Firewall und umfangreichen Schutzfunktionen schützt den PC ausreichend vor Schadsoftware.

Den vollständigen Test mit detaillierten Ergebnissen und weiteren Tipps zur Online-Sicherheit gibt es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "Computer Bild" (Heft 4/2015).