BERLIN Drei Kunsthochschulen droht die Schließung


Die Hochschule für Musik »Hanns Eisler«, die Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« sowie die Kunsthochschule Weißensee sollen rund 1,8 Millionen Euro einsparen.

Drei Berliner Kunsthochschulen sehen sich durch die Sparpläne des Senats in ihrer Existenz bedroht. Die Hochschule für Musik »Hanns Eisler«, die Hochschule für Schauspielkunst »Ernst Busch« sowie die Kunsthochschule Weißensee müssten im Doppelhaushalt 2002/2003 insgesamt rund 1,8 Millionen Euro einsparen, teilten die Hochschulen in Berlin mit. Das seien rund zehn Prozent des Personalkostenanteils. Der Senat habe von den Schulen verlangt, bis 15. Mai Vorschläge zur Umsetzung dieses Sparpaketes vorzulegen.

»Es muss eine Rücknahme dieser Forderung geben, oder es ist der Beginn der Abwicklung dieser drei Hochschulen«, sagte der Rektor der Hochschule für Schauspielkunst, Klaus Völker. Um die Sparpläne umzusetzen, müssten Lehrkräfte entlassen werden. Das senke die Qualität der Ausbildung und sei vertraglich unmöglich. Die geforderte Sparsumme sei deshalb völlig unrealistisch. Auch die Zahl der Studenten könne nicht verringert werden. An den drei Hochschulen studieren zur Zeit rund 1700 Studenten. »Es darf nicht sein, dass wir durch Sparpläne in ein paar Jahren so klein sind, dass man sagt: 'das hat keinen Zweck mehr' und wir dann geschlossen werden«, sagte der Rektor der Hochschule für Musik, Christhard Gössling.

Den drei Schulen müssten langfristige Perspektiven geboten werden. Hochschulverträge mit dem Land Berlin, wie sie beispielsweise die heutige Universität der Künste abgeschlossen hat, seien eine denkbare Möglichkeit. Zur Zeit sind die drei Schulen nachgeordnete Einrichtungen der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur.


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