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Beschluss: Langzeitstudenten: Zur Kasse, bitte!

Hamburger Langzeitstudenten werden ab 2004 zur Kasse gebeten. Wer länger als die Regelstudienzeit plus vier Semester studiert, muss 1.000 Euro pro Jahr zahlen.

Hamburg wird vom Sommersemester 2004 an Gebühren von Langzeitstudenten kassieren. Wer länger als die Regelstudienzeit plus vier Semester studiert, wird mit 1000 Euro im Jahr zur Kasse gebeten. Grundlage ist das neue Landes-Hochschulgesetz, das die Bürgerschaft verabschiedete.

Budesländer ziehen nach

Bisher wurden Langzeitgebühren nur in Baden-Württemberg erhoben. In mehreren unionsgeführten Bundesländern sind sie geplant. Die SPD-Regierungen von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig- Holstein bereiten ein Studienkontenmodell vor, das letztlich auch auf Gebühren bei deutlicher Überschreitung der Regelstudienzeit hinausläuft.

Hamburg will allgemeine Studiengebühren

Zudem macht sich Hamburg auch auf Bundesebene für die Einführung allgemeiner Studiengebühren stark. Gegen deren bisheriges Verbot will die Hansestadt an diesem Freitag gemeinsam mit Bayern, Baden- Württemberg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und dem Saarland Verfassungsklage in Karlsruhe einreichen.

Hamburg Uni will in "Champions League" spielen

Im Hamburg bekommen die sechs staatlichen Hochschulen auch mehr Kompetenzen etwa bei der Besetzung von Professorenstellen, gleichzeitig werden größtenteils extern besetzte Hochschulräte geschaffen. Vorgesehen ist auch die Einführung von Juniorprofessoren und die Übernahme von Beachelor- und Masterstudiengängen ins Regelangebot.

So will die Universität mit einer einschneidenden Umstrukturierung moderner werden und im europäischen Vergleich ganz vorn liegen. "Unser Zukunftskonzept ist eine kleine Revolution. Unser Ziel ist es, im Jahre 2012 in der europäischen ’Champions League’ exzellenter Universitäten mitzuspielen", sagte Uni-Präsident Jürgen Lüthje bei der Vorstellung von 20 zukunftsweisenden Leitlinien unter dem Motto Exzellenz und Vielfalt. Darin werden Empfehlungen der Dohnanyi-Strukturkommission aufgegriffen und weiterentwickelt, aber auch verworfen.

Neues Abschluss-System

"Wir sehen uns nicht auf Gegenkurs der Strukturkommission, die nur drei Monate Zeit hatte. Wir konkretisieren an der einen oder anderen Stelle", betonte Lüthje. Das Zukunftskonzept ließe sich im von der Stadt genehmigten finanziellen Haushaltsrahmen realisieren. Kern des Dohnanyi-Konzeptes ist die flächendeckende Einführung des "Bachelor/Master-Systems". Dabei sollen Studenten nach sechs bis acht Semestern einen berufsorientierten Abschluss machen, nur ein Teil soll weiterstudieren.

"Die gestuften Studienabschlüsse werden unser erster konkreter Schritt sein. Neben der Uni Bochum werden in Hamburg als einziger Hochschule aber bereits die Hälfte der Fächer mit den neuen Abschlüssen angeboten", so Lüthje. Während die Dohnanyi-Vorschläge vorsehen, dass 50 Prozent der Studenten die kurzen Bachelor-Studienzeiten wählen, will sich Lüthje nicht auf Zahlen festlegen lassen. "Es wäre unverantwortlich, Studierende zu einem Abschluss zu zwingen." Für Unentschlossene soll es ein Orientierungsjahr mit Grundkursen geben, die später anrechenbar sind.

Fächer zusammenfassen aber Vielfalt erhalten

Auf mehrere Hochschulen zerstreute Bildungsgänge sollen nach Dohnanyi in "schools" zusammengefasst werden - etwa die Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität mit dem Angebot der Hochschule für Wirtschaft und Politik (HWP). Die Zusammenlegung der unterschiedlichen Studieneinrichtungen wird nun sorgfältig geprüft. Wichtig ist dem Präsidenten die Vielfalt der Studienrichtungen, die im Gegensatz zu den Vorschlägen nicht eingeschränkt werden soll: "Die Uni ist so wichtig wie der Hafen, und der gibt seine Vielfalt auch nicht auf". 18 bisherige Fachbereiche sollen in sechs bis sieben Fakultäten zusammengefasst werden, die eine fächerübergreifende Manager-Ebene erhalten.

Unterfinanzierung muss behoben werden

Die vorgeschlagenen qualitativen Verbesserungen würden nur möglich, wenn die Unterfinanzierung, die derzeit sechs bis acht Millionen Euro beträgt, behoben werde. "Wenn die Studienbedingungen nicht verbessert werden, muss die Zahl der Studenten reduziert werden", sagte Lüthje. Geplant ist, die Eingangszahlen der Studienanfänger um rund 15 bis 20 Prozent zu reduzieren. Derzeit nehmen rund 8.000 Schulabgänger jährlich ein Studium auf.

DPA

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.