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Studie der Columbia-Uni: Reist ihr Partner viel? Vorsicht, dann geht er vermutlich auch fremd!

US-Forscher haben die Gefahren von Auslandsaufenthalten untersucht. Allzu viel Multikulti bringe den inneren Kompass durcheinander, sagen sie. Unmoral und Affären seien die Folge. Doch in der Studie kommen ganz praktische Überlegungen zu kurz.

Botschaft der Studie: In der Fremde lauert die Sünde.

Botschaft der Studie: In der Fremde lauert die Sünde.

Die Vorzüge eines Auslandsjahres für Studenten werden regelmäßig hervorgehoben. Eine Studie der angesehenen Columbia-Universität meint nun, die "dunkle Seite des Auslandsaufenthalts" ans Licht gebracht zu haben. Wenn der Partner viel reist, sollte man vorsichtig sein. Auslandsaufenthalte fördern der Studie zufolge offenbar die Neigung zum Lügen und zum Fremdgehen.

Die Studie sagt, es gebe eine klare Abhängigkeit von Reisen und erotischen Abentuern neben einer existierenden Beziehung. Erstaunlich ist dabei, dass es überhaupt nicht auf das Reiseziel ankommen soll. Man muss demnach also nicht nach Thailand oder Mexiko fliegen, um Geschmack am unmoralischen Verhalten zu bekommen.

Relativierung der Moralgesetze 

Die Forscher vermuten, dass hinter dem Fremdgeh-Faktor nicht die lockeren Sitten anderer Länder schuld seien, sondern Multikulti den moralischen Kompass durcheinander bringe. Das Erlebnis der Fremde wird allgemein geschätzt und soll den Menschen eine neue Lebensperspektive geben.

"Die Fremde soll uns ermutigen, mentale Barrieren zu durchbrechen, sie bringt uns aber auch dazu, moralische Grenzen zu überschreiten" heißt es in der Untersuchung. Insgesamt führte das Team acht Studien in verschiedenen Gruppen durch. Die Ergebnisse bleiben die gleichen - unabhängig davon, ob junge High-School-Schüler oder Angestellte mittleren Alters befragt wurden.

"Wenn Individuen fremden Kulturen ausgesetzt sind, werden sie bemerken, dass diese Kulturen andere Normen hochhalten. In der Konsequenz werden sie schnell des relativen Charakters unserer eigenen herrschenden Moral gewahr", lautet die Befürchtung. 

Sittenstrenge Forschung

Praktische Erwägungen kommen in der Studie etwas kurz. Tatsächlich bieten sich auf einer Reise natürlich mehr unbeobachtete Momente als beim gemeinsamen Leben daheim. Die Wahrscheinlichkeit, eine Affäre geheim zu halten, ist am anderen Ende der Welt viel höher, als wenn Partner und Seitensprung am gleichen Ort leben.

 Man sollte also durchaus kritisch auf die Studie schauen - dafür, dass es eine wissenschaftliche Untersuchung ist, liest sich der Text teilweise wie ein Besinnungstraktat aus dem 19. Jahrhundert. Damals fürchtete man, europäische Männer könnten in den Kolonien den sinnlichen Eingeborenen-Frauen verfallen. In einem ähnlichen Tonfall schließt die Untersuchung: "Erfahrungen der Fremde können Menschen zu neuen Formen der Kreativität verhelfen, sie können sie aber auch in den Abgründe der Unmoral hinabziehen."

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