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Energiepreise: Strom schlägt Gas

Wer sich über die steigenden Gaspreise aufregt, der wird beim Strom erst Recht auf die Palme gehen. Denn wie neueste Zahlen ergeben haben, sind die Tarife hier noch stärker gestiegen. Die regionalen Unterschiede sind riesig. Während die Bayern beim Strom richtig hinblättern müssen, wird woanders vor allem beim Gas abkassiert.

Die Gaspreise sind in den vergangenen zwölf Monaten um bis zu 25 Prozent gestiegen, die Strompreise für Privathaushalte sogar um bis 34 Prozent. Dies ermittelte das Verbraucherportal Verivox.

Es verglich bundesweit die Versorger mit den 100 größten Preiserhöhungen, wie Verivox am Sonntag mitteilte. Die Gaspreise dieser Versorger stiegen demnach im günstigsten Tarif um mindestens 14 Prozent. Die Stadtwerke Duisburg hätten sogar um 25 Prozent erhöht. Ein Durchschnittshaushalt bezahle dort demnach 319 Euro mehr im Jahr. Insgesamt seien vor allem in Nordrhein-Westfalen hohe Preissteigerungen zu verzeichnen: 42 der 100 Versorger mit den höchsten Zuschlägen seien dort tätig. In Schleswig-Holstein, wo derzeit der stärkste Wettbewerb am Gasmarkt herrsche, säßen nur zwei der Top-100.

Bei den Strompreiserhöhungen liegt hingegen Bayern ganz vorne. 61 der 100 Anbieter mit den höchsten Aufschlägen sitzen dort. Die größte Steigerung beim Grundversorgungstarif hatten Verivox zufolge die Gemeindewerke Markt Lichtenau mit 34 Prozent. Die besonders hohen Aufschläge in Bayern erklärt Verivox damit, dass nach einer Vereinbarung der größten Versorger mit der Landesregierung die Tarife 2007 nicht erhöht werden durften. Dies werde nun 2008 nachgeholt.

AP / AP

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