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hamburg: Rettung in Sicht

Ausbau des Ostflügels des Hauptgebäudes soll Raumnot lindern

Ausbau des Ostflügels des Hauptgebäudes soll Raumnot lindern

Die Luft ist zum Schneiden. Über 20 Studenten und ein Professor auf noch nicht mal 20 Quadratmetern zusammengepfercht. Prof. Dr. Hans Stumpfeldt in seinem Sessel, die angehenden Sinologen auf dem Sofa, auf Stühlen, auf dem Boden oder im Türrahmen. Wer zu spät kommt, dem bleibt nur der undankbare Platz auf dem Flur vor dem Büro des Professors. Jeden Donnerstagvormittag spielt sich im siebten Stock des Philosophenturms, der Lehrstätte der Sprachwissenschaftler, das gleiche Szenario ab. Um sein Seminar abhalten zu können, muss Professor Stumpfeldt die Studierenden allwöchentlich in sein Arbeitszimmer in der Abteilung für Sprache und Kultur Chinas bitten. Da für den kleinen Fachbereich zu dieser Zeit kein Raum zur Verfügung steht, muss der Unterricht daher improvisiert werden.

Doch Rettung naht. Mit Fertigstellung des neuen Ostflügels des Hauptgebäudes kann das gesamte Asien-Afrika-Institut in den Neubau umziehen. Spricht die Hamburger Presse noch optimistisch davon, dass der Umzug bereits Anfang 2002 vonstatten gehen könne, so rechnet man am Institut eher mit einem Termin zu Beginn des Sommersemesters 2002.

Unklar ist jedoch noch, wie die konkrete Raumaufteilung ausfallen wird. Das Problem: Das bisherige Unterrichtsangebot wird in den Räumen des neuen Flügelbaus an der Edmund-Siemers-Allee schwierig aufrecht zu erhalten sein werden. Kritik an den räumlichen Bedingungen kam auch von Seiten der Fachschaftsvertreter: Im ersten Entwurf zur Raumverteilung waren außerhalb der Bibliothek keine Aufenthaltsmöglichkeiten für Studenten eingeplant gewesen. Inzwischen ist jedoch wahrscheinlich, dass ein Raum zu diesem Zweck zur Verfügung gestellt wird.

Wer soviel Mühen hat, sollte auch belohnt werden: Ist der Umzug erst einmal beendet, soll eine große Eröffnungsveranstaltung den einzelnen Fächern die Möglichkeit geben, sich der Öffentlichkeit vorzustellen sowie das neue Gebäude gebührend einzuweihen: Für die Feierlichkeiten ist eine ganze Woche eingeplant. (cp)

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