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Henriette Hell: Was ich über Sex gelernt habe: Schnaps stärkt die Libido - Trinkst du dich schön mit mir?

Das Nachtleben besteht im Wesentlichen aus zwei Dingen: Alkohol und Sex. Wir sind quasi darauf programmiert, uns gegenseitig schön zu trinken. Das belegen sogar Studien.

Schockierende Erkenntnis: Alkohol wirkt als Hormon-Turbo.

Schockierende Erkenntnis: Alkohol wirkt als Hormon-Turbo.

Wer jetzt voreilig in empörten Protest ausbricht, der sollte sich klarmachen, dass auch harmlose Flirts am Tresen und selbstvergessene Solo-Tanzeinlagen zu Pink Floyd immer eine Art von Eigenwerbung ("Sehr her, hier bin ich!") bzw. Self–Check sind: Wie hoch ist mein aktueller Marktwert? Kann ich "es" noch? 

Das ist kein großes Ding, weil wir nichts dafür können. Schuld ist (mal wieder) unser Fortpflanzungstrieb. Solange wir fruchtbar sind, müssen wir das andere Geschlecht quasi nonstop für uns begeistern. Und das geht nun mal besonders gut, wenn man die eigenen Selbstzweifel zuvor mit ein paar Drinks hinfort gespült hat. Das belegen sogar Studien: Ein Drittel aller Männer und 23 Prozent der Frauen trinken ganz gezielt Alkohol, um ihre Chancen auf Sex zu erhöhen. Dazu passt, dass australische Sexualforscher herausgefunden haben, dass Alkoholkonsum die sexuelle Leistungsfähigkeit erhöht.

Ohne Prost im Bett nichts los

Eine US-Studie hat außerdem ergeben, dass sich Männer (Frauen nicht!) mit steigendem Alkoholpegel mehr zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen. Das habe kulturelle Gründe. In scheinbar aufgeklärten und toleranten westlichen Ländern sei die Ablehnung homosexueller Neigungen insbesondere bei Männern immer noch stark verbreitet, deshalb würden sich viele erst nach ein paar Drinks auch mal trauen, ihren Geschlechtsgenossen ein bisschen, äh, näher zu kommen. 

Und es wird noch besser! In einer englischen Umfrage gaben fast 50 Prozent der Befragten zu, dass ihnen Sex (hoffentlich bloß leicht) angeschickert mehr Spaß macht. Klar, gegen ein schönes Gläschen Rotwein ist ja auch nichts einzuwenden. Kritisch wird’s allerdings, wenn "ohne" gar nichts mehr läuft – aber selbst das scheint leider gar nicht so unüblich zu sein: In derselben Umfrage verrieten sechs Prozent der Frauen, dass sie NIE Sex haben, ohne vorher ein paar Drinks zu kippen. Und 14 Prozent der Frauen in einer festen Partnerschaft berichteten, dass sie grundsätzlich (!) Alkohol trinken (müssen), bevor sie mit ihrem Partner schlafen. Auweia! Also entweder sind deren Männer krasse Nieten im Bett oder die Damen haben generell Probleme damit, sich fallen zu lassen bzw. ihre Sexualität selbstbewusst und fröhlich auszuleben. In dem Fall kann ihnen auch kein Chianti mehr helfen, fürchte ich. Denn wie schon Jean Paul sagte: "Der Wein wirkt stärkend auf den Geisteszustand: Er macht die Dummen dümmer und die Klugen klüger." Prost!


Wissenscommunity

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.