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Kristina Schröder bei "Hart aber fair": Als Mutter und Ministerin "immer am falschen Ort"

Fast mit Tränen in den Augen erzählt Ex-Ministerin Kristina Schröder davon, wie sie die Kita-Eingewöhnung ihrer Tochter verpasst hat. Das schlechte Gewissen plagt alle Eltern - egal in welchem Job.

November 2011 im Plenarsaal des Bundestages: Kristina Schröder als Familienministerin im Amt. Fünf Monate zuvor hat sie ihr erstes Kind bekommen. Am Abend der Bundestagswahl 2013 teilte sie mit, dass sie künftig nur noch Bundestagsabgeordnete für ihren Wiesbadener Wahlkreis sein will; sie wolle mehr Zeit für ihre Tochter haben.

November 2011 im Plenarsaal des Bundestages: Kristina Schröder als Familienministerin im Amt. Fünf Monate zuvor hat sie ihr erstes Kind bekommen. Am Abend der Bundestagswahl 2013 teilte sie mit, dass sie künftig nur noch Bundestagsabgeordnete für ihren Wiesbadener Wahlkreis sein will; sie wolle mehr Zeit für ihre Tochter haben.

Wenn es darum geht, den Beruf und die Familie unter einen Hut zu bekommen, beiden gerecht zu werden, stehen Eltern vor der größten Herausforderung ihres Lebens. In Frank Plasbergs "Hart aber fair"-Sendung war Familienministerin Manuela Schwesig zu Gast, die zum Thema "Passen Job und Familie wirklich zusammen?" sagte: "Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist kein Spaziergang". Wie wahr.

Während Schwesig dafür plädiert, die

"Lebenswirklichkeit von Familien anzuerkennen"

und deshalb auch eine 24-Stunden-Kita für sinnvoll hält ("Es muss Rand- und Schichtangebote geben, weil niemand will, dass das Krankenhaus nachts zu ist"), berichtet ihre Vorgängerin Kristina Schröder von ihrem persönlichen Problem mit dem Zeitmanagement zwischen Kind und Karriere. Als 2011 ihre erste Tochter zur Welt kam, war Schröder amtierende Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Schröder, deren Beitrag vorab aufgezeichnet worden war, schildert sehr emotional den ersten Tag, als das Mädchen mit anderthalb Jahren in den Kindergarten eingewöhnt werden sollte. Obwohl sie sich die Woche freigehalten hatte, hat Schröder nichts davon mitbekommen, weil sie auf tagesaktuelle Ereignisse reagieren musste - und den ganzen Tag in der Kita das Telefon am Ohr hatte. Eine Situation, die viele beruflich engagierte Eltern kennen und nachfühlen können.

Aktuelle Studie bestätigt Eltern-Stress

Kristina Schröder ist mit der Ansicht, dass immer irgendeiner zu kurz kommt, nicht allein: Dieses Gefühl hat die Mehrheit der berufstätigen Eltern in Deutschland. Wenn es um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geht - und auch noch das Pflegen von Freundschaften und der eigenen Beziehung dazu gerechnet wird -, haben 56 Prozent der Mütter und Väter Gewissensbisse, weil sie im Alltag nicht alle Ansprüche erfüllen können. Dies ergab eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Lernplattform Scoyo. Befragt wurden berufstätige Eltern mit Kindern zwischen sechs und 14 Jahren.

Über die Hälfte von ihnen hat das Gefühl,

zu wenig Zeit mit ihrem Nachwuchs zu verbringen

. Dabei macht es keinen Unterschied, ob die Befragten männlich oder weiblich sind, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben, welchen Bildungsgrad sie besitzen oder wie alt sie sind. Selbst ob sie Vollzeit oder Teilzeit arbeiten, ändert nichts an den Schuldgefühlen gegenüber ihren Kindern.

Nur Alleinerziehende plagen sich noch mehr mit Gewissensbissen

als Eltern, die ihre Kinder zusammen mit ihrem Partner großziehen.

Eltern wollen mehr Zeit mit ihren Kindern verbringen, mit ihnen spielen und sie auf die Zukunft vorbereiten. Laut der Scoyo-Studie glauben 41 Prozent der Mamas und Papas, dass sie ihre Kinder schulisch zu wenig unterstützen. Sorgen um den eigenen beruflichen Werdegang macht sich jedoch nur jedes dritte Elternteil.

Denn es geht den meisten nicht um die große Karriere - so wie Kristina Schröder sie als Ministerin machen wollte - sondern es reicht der ganz normale berufliche Alltag, um Eltern unter Druck zu setzen und ihnen ein schlechtes Gewissen gegenüber ihren Kindern zu machen.

bal/vim

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.