Lokführer-Streik Was Reisende nun beachten sollten


Der 30-stündige Streik der Lokführer ab Donnerstag dürfte nicht nur der Nahverkehr treffen. Zwar will die Bahn die Streikfolgen mit einem Notfahrplan mildern, Reisende sollten sich dennoch rechtzeitig informieren. stern.de sagt wo und wie.

Wegen der ab Donnerstag 02.00 Uhr morgens angekündigten bundesweiten Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), müssen Zugreisende mit massiven Behinderungen im Nahverkehr und bei den S-Bahnen rechnen. Die GDL schließt nicht aus, dass es dadurch auch zu Behinderungen im eigentlich nicht bestreikten Fernverkehr kommen kann. für den Streikzeitraum will die Bahn einen Notfahrplan bereit stellen. Dieser wird ab dem späten Mittwoch Nachmittag auf der Homepage der Bahn veröffentlicht.

Informationen gibt's auch online

Reisende können sich über Behinderungen und Fahrplanänderungen rund um die Uhr bei der kostenlosen Bahn-Hotline 08000 99 66 33 informieren. Hier seien rund 1700 Mitarbeiter im Einsatz. Kunden aus dem Ausland können sich telefonisch bei der Service-Hotline +49 1805 33 44 44 informieren (Gebühren je nach Herkunftsland und Provider). Darüber hinaus informiert das Unternehmen im Internet unter bahn.de/aktuell. Nutzer eines WAP-fähigen Mobiltelefons können aktuelle Informationen über mobile.bahn.de/ris abrufen.

Fahrgäste, die aufgrund streikbedingter Zugausfälle oder Verspätungen ihre Reise nicht antreten können, haben die Möglichkeit, ihre Fahrkarte bis Ende Oktober kostenlos umzutauschen oder erstatten zu lassen. Zeitkarten werden anteilig erstattet, sofern Geltungsbereich und Reisetage durch Streiks betroffen sind.

Zugbindung aufgehoben

Bei Zugausfall oder verpassten Anschlusszügen aufgrund von Streiks können die Reisenden den nächsten, gegebenenfalls auch höherwertigeren Zug nutzen. In diesen Fällen wird bei Angeboten wie den Sparpreisen, dem Dauer-Spezial oder bei Gruppenfahrten auch die Zugbindung aufgehoben.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) empfiehlt Bahnreisenden, sich einen Zugausfall oder eine Verspätung von der Deutschen Bahn bestätigen zu lassen. Entschädigungen sollten frühzeitig eingefordert werden. Wer bei der Erstattung Probleme hat, kann sich bei der Schlichtungsstelle Mobilität beim VCD kostenlos Rat holen. Vor allem Berufspendlern rät der VCD, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf den Nahverkehr umzusteigen, der nicht bestreikt wird, zum Beispiel auf Busse.

spi

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