MÜNSTER Rockende Kantinen und Literaten im Nachtbus


UniKunstTage sollen Universität in der Region präsentieren

UniKunstTage sollen Universität in der Region präsentieren

Endlich raus aus der Uni. Eine ganze Woche lang die Alma Mater verlassen und irgendwie doch da sein. Zwar keine Vorlesungen, dafür aber vorlesen: Die UniKunstTage der Universität im November 2002 sollen es möglich machen.

Da wird schon das Programm zum Happening, noch bevor überhaupt die erste Aktion über eine Bühne gegangen ist. Studierende der Textilgestaltung zeigen Arbeiten im Modehaus Viehoff, Theologen bereiten eine Ausstellung über »Geld und Bibel« im Bankhaus Lampe vor und die Bühne der Theaterpädagogik wird ihre Brecht/Weil-Produktion in einem Autohaus zeigen. Da kommt zusammen, was eigentlich nicht zusammen gehört und doch stimmig und logisch ineinander passt. Kultur zum Anfassen, vom 4. bis 8. November im gesamten Stadtgebiet.

An die frische Luft!

Uni goes public ist dann auch der passende Titel der Kulturwoche. Hier darf frei gegen jede Regel universitäres Leben in allen Facetten dargestellt und vorgespielt werden. »Wir haben nur eine Bedingung: Die Aktionen dürfen auf keinen Fall in Räumen der Universität stattfinden. Wir wollen die universitäre Kultur nach Münster und ins Umland tragen«, so Organisator Prof. Thomas Hoeren. Und dies soll auch mit studentischen Wettbewerben geschehen: »LiteraTour« lässt den Nachtbus zum Rezitationsforum werden, »rock die Kantine« zeigt die musikalischen Sa/eiten einer Mensa und »paint.exe« macht deutlich, dass Flugsaurier ruhig auch mal den Blick über moderne Kunst schweifen lassen dürfen. Die Öffentlichkeit einer Konfrontation aussetzen - mit Kunst, Musik und Literatur, verspricht die Veranstaltung.

Nach vorne schauen in die Vergangenheit

50 Aktionen sind bisher für die Festwoche geplant, zahlreiche weitere noch in Vorbereitung. Jeder Tag wird einem ganz bestimmten Motto folgen: Text, Ton und Bild. Anschließend findet der offizielle Tag der offenen Tür statt, ein rauschendes Abschlussfest beendet die UniKunstTage.

Doch nicht nur die Kunst und Kultur der Uni sollen zum Zuge kommen, sondern auch die historische Dimension gewürdigt werden: Genau vor 100 Jahren wurde die Uni Münster schließlich durch Wilhelm II feierlich neu eröffnet. Ob das der Grund ist, dass sich auch Rita Süssmuth und Jens Lehmann zur Podiumsdiskussion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Uni einfinden werden, bleibt offen. Mit Sicherheit ist es aber Grund genug, das historische Eröffnungsessen von 1902 nach zu kochen und den Festgästen zu servieren.

Wer sich noch für die eine oder andere Aktion anmelden möchte, Räume für eben solche zur Verfügung stellen kann oder einfach nur finanziell helfen will, kann sich bei Prof. Dr. Thomas Hoeren, Bispinghof 24/25, 48143 Münster, Telefon: 0251/8329919, E-Mail: hoeren@uni-muenster.de melden. (mk)


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