HOME

Gastronomie: Die Kantinenrevoluzzer - sie kochen für Facebook und wollen, dass alle Angestellten so essen

Koral und Onur Elci von der "Kitchen Guerilla" kämpfen gegen schlechten Kantinenfraß. Dafür entwickeln sie Systeme, damit Unternehmen ihren Arbeitnehmern gesundes und vielfältiges Essen anbieten können. Tech-Firmen wie Facebook und Yelp setzen bereits auf das Know-how der Gastronomen.

Kantine

Koral (links) und Onur Elci wollen die Kantinen in Deutschland revolutionieren

Das Leibgericht der deutschen Arbeitnehmer sagt eigentlich alles über das Problem der Kantinen in Unternehmen aus: Currywurst mit Pommes frites. Jeden Tag essen Millionen von Arbeitern Billigfleisch und Convenience-Food. "Das muss sich ändern", sagt Koral Elci im Gespräch mit dem stern.

Also hat er sich mit seinem Bruder Onur dem Kantinenessen verschrieben. Sie haben die Firma "Kitchen Guerilla" gegründet und verstehen sich als eine mobile Kocheinheit und Kreativagentur für Essen und Trinken. Seit vier Jahren betreiben sie mit einem Team das Catering beim Internetunternehmen Facebook. Mittlerweile auch bei Yelp, eine Plattform für Restaurantkritiken. Täglich produzieren die Brüder in ihrer eigenen Küche am Stadtrand von Hamburg bis zu 500 Essen. Tendenz steigend. Gerade sind sie in Gesprächen mit größeren Firmen, die 1000 Mitarbeiter und mehr haben.

Arbeitnehmer, die keine eigene Küche haben oder denen keine Kantine zu Verfügung steht, bestellen meist Essen über einen Lieferservice direkt ins Büro. Dabei ist das Schema immer gleich: entweder ist das Essen sehr monoton, oder es handelt sich um billig produzierte Fertiggerichte. Das Problem: Das Essen enthält viel Fett, ist meist fleischlastig und liegt schwer im Magen. "Was dann passiert? Die Arbeiter rutschen ins Mittagstief, sie haben sich weder gesund ernährt, noch saßen sie gemeinsam am Tisch. Zudem ist das Essen vom Lieferservice meist teuer", sagt Elci.

Großkantinen haftet nach wie vor ein schlechter Ruf an: der Einsatz von Fertigprodukten wurde dort in den letzten Jahrzehnten groß geschrieben. Es gibt wohl kaum jemanden, der noch nicht mit dem eintönigen Elend vieler Großküchen konfrontiert wurde. Unter dem Wort Gemeinschaftsverpflegung verbarg sich lange Zeit nichts Gutes. Diese Art der Gastronomie wurde bislang schlicht vernachlässigt. Dabei geht es natürlich auch ums Geld. Wer Essen von guter Qualität möchte, der muss investieren. "Ich sehe da ganz klar den Arbeitgeber am Zug. Er muss sicherstellen, dass sich seine Arbeitnehmer gesund ernähren. Am Ende ist es nämlich eine Win-Win-Situation für beide", sagt Koral Elci. "Der Arbeitnehmer fühlt sich wert geschätzt und seine Motivation steigt. Am Ende arbeitet er effizienter."

So wird bei Facebook gegessen

Was gibt es also in Vorzeigekantinen wie beispielsweise bei Facebook in Hamburg? Weltweite Standards: also ein Salatbuffet, ein Fleischgericht, abwechselnd Geflügel, Fisch oder rotes Fleisch, und ein veganes Essen. Dazu gibt es drei Beilagen, die vegan oder vegetarisch sind. Meist Gemüse und eine kohlenhydrathaltige Komponente. Zusätzlich gibt es eine Suppe und Desserts. So ist es für jeden individuell möglich, je nach Konstitution, sein Essen zusammenzustellen.

Das große Plus: Hier landet nie etwas im Müll. Den Mitarbeitern werden sogenannte Doggybags zur Verfügung gestellt. Wer in einem Single-Haushalt wohnt, kann so sein Abendessen direkt einpacken und später verspeisen.

"Unser Anspruch: Es werden keine Tüten aufgemacht, nichts wird warm gemacht. Jeden Tag wird frisch gekocht. Natürlich hat das organisatorische Nachteile, weil es viel Personal braucht. Aber: Qualität kann man nicht toppen", sagt Koral Elci. 

Arbeitgeber müssen in Kantinen investieren

Für Kantinen gibt es verschiedene Modelle. Manche haben kalte Küchen, manche Unternehmen gar keine, andere wiederum Großküchen. Koral und Onur Elci wollen bundesweit Systeme konstruieren, damit sich Arbeitnehmer besser ernähren. Sie wollen die Kantinen revolutionieren.

Dass das Geld kostet ist klar und dass Unternehmen mehr investieren müssen, also in die Gesundheit ihrer Arbeitnehmer, eigentlich auch. Doch viele Firmen sind dafür noch nicht bereit, und das ist ein Problem. Man kann auch mit kleinem Budget frisch und gesund kochen. Da ist sich Koral Elci sicher. "Ein Menü also mit Vor-, Haupt- und Nachspeise kochen wir für 15 Euro. Ein Hauptgericht kriegen wir locker für sieben Euro hin. Und auch für drei bis fünf Euro können wir kochen. Dann darf man eben weder Flugmangos noch Avocados erwarten, sondern saisonale und regionale Produkte". Die Brüder und ihr Kochteam arbeiten nach der "Nose-to-tail"-Philosophie. Das heißt, sie verwenden alle Teile vom Tier. Wenn sie Fleisch kaufen, dann kaufen sie beispielsweise ein ganzes Schwein. So regulieren sie Kosten.

Die Ernährungsexpertin Hanni Rützler schreibt in ihrem jährlich erscheinenden "Food Report", dass Gemeinschaftsverpflegung lange als "kulinarische Drohung" wahrgenommen wurde. In vielen Fällen ist das tatsächlich immer noch der Fall. Die Praxis zeigt aber, dass zerkochtes Gemüse immer häufiger der Vergangenheit angehört. Die Kantinenrevolution ist im vollen Gange. 

Currywurst-Sauce
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(