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Der neue Wohlfühlort: Schluss mit Currywurst und Pommes: Wie sich Betriebskantinen verändern

Kantinen haftet bislang ein schlechter Ruf an. Über Currywurst und Pommes geht das Angebot meist nicht hinaus. Doch die Zeiten ändern sich. Der "Food Report" verspricht Betriebsrestaurants eine rosige Zukunft.

Currywurst und Pommes frites? Könnte bald zur Vergangenheit in der Kantine gehören

Currywurst und Pommes frites? Könnte bald zur Vergangenheit in der Kantine gehören

Ob Uni-Mensas, Krankenhausessen oder die klassische Kantine in der Firma: Es gibt wohl kaum jemanden, der noch nicht mit dem eintönigen Elend vieler Großküchen konfrontiert wurde. Unter dem Wort Gemeinschaftsverpflegung verbarg sich lange Zeit nichts Gutes. Diese Art der Gastronomie wurde schlicht vernachlässigt. Damit ist nun Schluss. Die Realität zeigt, Kantinen sind inzwischen besser als ihr Ruf. Das hat einen ganz simplen Grund.

Die Arbeitskultur verändert sich und das überträgt sich auch auf die Kantinen. Qualität, Kreativität, Design und auch Service stehen jetzt im Vordergrund. Die Menschen haben das Bedürfnis, Speisen gemeinsam einzunehmen und auch zu teilen, aber vor allem wollen sie es auch an einem schönen Ort genießen. Wer jeden Tag vor dem Rechner sitzt, weiß solche sinnlichen Pausen zu schätzen – oder eben auch zu nutzen, um neue Impulse zu setzen. Unternehmen sind sich der Bedeutung von Kantinen, Cafeteria, und auch Snackpoints längst bewusst. Der perfekte Zeitpunkt also, um Betriebskantinen umzustrukturieren. Denn kein Ort zeigt besser, wie die Unternehmenskultur wirklich ist.

Die Ernährungsexpertin Hanni Rützler schreibt in ihrem jährlich erscheinenden "Food Report", dass Gemeinschaftsverpflegung lange als "kulinarische Drohung" wahrgenommen wurde. In vielen Fällen ist das tatsächlich immer noch der Fall. Die Praxis zeigt aber, dass zerkochtes Gemüse immer häufiger der Vergangenheit angehört. Stattdessen werden Gerichte frisch vor den Augen der Gäste zubereitet. Einige Kantinen verzichten sogar auf die Selbstbedienung und servieren das Essen am Tisch. 

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Australien  80 Prozent der Australier haben nur eine Pause von 30 Minuten oder weniger, das bedeutet, Mittagessen muss schnell gehen: Burger, Sandwiches, Wraps oder Hot Dogs sind die häufigste Wahl. Die Arbeiter bringen sich auch gern Essen vom Vortag von zu Hause mit.

Australien

80 Prozent der Australier haben nur eine Pause von 30 Minuten oder weniger, das bedeutet, Mittagessen muss schnell gehen: Burger, Sandwiches, Wraps oder Hot Dogs sind die häufigste Wahl. Die Arbeiter bringen sich auch gern Essen vom Vortag von zu Hause mit.

In der Kantine gibt's gutes Essen?

Immer mehr erinnern Betriebskantinen an richtige Restaurants. Sie sind ein Stück weit Corporate Identity für Unternehmen, also ein Bild dafür, wie sich das Unternehmen nach außen präsentieren möchte. 

Google, Spotify und auch Dropbox haben es vorgemacht. In ihren Betriebsrestaurants geht es um Genuss, ihre Kantinen sind fit fürs 21. Jahrhundert. Für die anderen Unternehmen wird es Zeit aufzuholen. Dennoch gibt es ein Problem bei der Nachfrage: Nach wie vor sind Klassiker wie Schnitzel mit Pommes und Currywurst heiß begehrt. Zu groß darf die Bevormundung, was gegessen werden soll, also nicht sein. Man würde damit riskieren, den Groll der Mitarbeiter, also der Kunden, auf sich zu ziehen. Hanni Rützler vergleicht Betriebskantinen mit großen Tankern in der Gastro-Branche. Sie seien schwer zu manövrieren. Trotzdem wird das Angebot in den meisten Unternehmens-Restaurants vielfältiger.

Manche Kantinen werden wie echte Restaurants betrieben. Sie unterscheiden sich nur durch die Lage in einem Bürokomplex oder einer Unternehmenszentrale. Zugänglich sind sie aber für alle. Ein "Best Practice"-Beispiel dafür ist "die Kantine" von Marco Simonis in Wien. Im Zentrum eines Bürokomplexes gibt es eine hervorragende Kantine, die jeder besuchen kann, die Preise liegen in der Regel unter zehn Euro. Der Grundgedanke ist einfach: Das Konzept Kantine wird hier völlig neu gedacht. Höchste Qualität und eine Wohlfühlatmosphäre sind dabei essentiell. Das Selbstbedienungsrestaurant hat Platz für 200 Gäste und bietet täglich drei warme Speisen, zwei Suppen und ein Dessert an.

Gut möglich, dass triste Kantinen bald zur Vergangenheit gehören und schicken Lounge-Restaurants weichen. Der Arbeitnehmer wird es dem Unternehmen danken. 

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.