Pay-TV Wirres Spiel mit dem Ball


Die Bundesliga-Saison beginnt, und niemand will in Röhre schauen. stern.de sagt, wer die Spiele überträgt, wie sie zu empfangen sind und was der Spaß kostet.
Von Johannes Röhrig

Am 11. August beginnt die nächste Bundesliga-Saison. Abgesehen von Zusammenfassungen in ARD ("Sportschau") und ZDF ("Sportstudio") und beim Deutschen Sportfernsehen laufen alle 612 Spiele der ersten und zweiten Liga live bei dem neuen Pay-TV-Anbieter Arena. Das wieder eingeführte Freitagsspiel ist am selben Tag sogar nur im Abonnement-TV zu sehen. Wie man ein Bundesliga-Abo bestellen kann, ist je nach Wohnort unterschiedlich.

An wen ich mich wenden muss

- das hängt von der Art des Empfangs ab. Wer Fernsehen über Satellit empfängt, bestellt sein Abo bei Arena (www.arena.tv; Hotline 0180/551 22). Im Kabelnetz bestehen hingegen lokale Unterschiede. Direkt beim Kabelnetzbetreiber kann man das Bundesliga-TV in Nordrhein-Westfalen (Ish), Hessen (Iesy) und Baden-Württemberg (Kabel-BW) buchen. In allen anderen Regionen, die direkt oder indirekt am Netz von Kabel Deutschland hängen (rund zehn Millionen Haushalte), muss ein Abo mit dem Pay-TV-Betreiber Premiere geschlossen werden, der Arena vertreibt (www.premiere.de; Hotline 0180/ 580 58 04). Grund für den Umweg: Arena und Kabel Deutschland konnten sich nicht über die direkte Einspeisung des Programms einigen. Vergangene Woche kam es zum Pakt zwischen Arena und dem Rivalen Premiere.

Was die Bundesliga kostet - das ist ebenfalls unterschiedlich. Ein Abonnement des Arena-Kanals via Satellit kostet 19,90 Euro im Monat, per Kabel 14,90 Euro. Allerdings kassiert Premiere in den 13 Bundesländern, die der Sender mit Arena versorgt, bei Neuabonnenten eine einmalige Freischaltgebühr (siehe Interview). Günstiger soll Arena werden, wenn das Angebot im Paket mit anderen Programmen gebucht wird. Hier stehen die Kombinationen und Preise noch nicht fest.

Wer schon Premiere inklusive Fußball abonniert hat, für den ändert sich wenig: Statt des Premiere-Bundesliga-Programms bekommt er nun die Sendungen von Arena ins Haus - zum alten Preis. Einen Wechsel zum Arena-Einzel-Abo, wie Neukunden es abschließen können, gewährt Premiere nicht. Verbraucherschützer sehen diese Zwei-KlassenGesellschaft unter Premiere-Kunden kritisch.

Welche Technik ich brauche,

hängt von der Empfangsart ab. In jedem Fall ist ein Decoder erforderlich. In den Kabelnetzen funktionieren alle Digital-Decoder mit Premiere und Arena gleichermaßen. Die Decoderpreise für Neukunden über eine Bestellung bei Premiere stehen noch nicht fest, dürften aber je nach Abo-Dauer und Programmpaket variieren. Für Premiere-Kunden selbst ändert sich nichts. Wer Arena hingegen über Satellit empfängt, muss sich einen neuen Receiver zulegen - selbst, wenn er schon einen für das Premiere-Programm hat. Bei Arena kostet der Decoder je nach Abo-Dauer bis zu 99 Euro plus Versand.

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