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Schulzeit: Habt acht!

Bildungsprimus Bayern und die Hauptstadt Berlin machen es vor: Sie steuern entschlossen Richtung achtjähriger Gymnasialausbildung. Frei nach dem zurzeit beliebten Motto "Da muss man doch noch kürzen können".

Die Gymnasialzeit in Bayern wird bereits ab nächstem Schuljahr auf acht Jahre verkürzt. Nach langer Debatte stimmte die CSU-Fraktion dem Vorschlag von Ministerpräsident Edmund Stoiber zu. Stoiber kündigte an, der Unterrichtsstoff werde um 60 Prozent gekürzt. Auch das Berliner Abgeordnetenhaus beschloss, dass das Abitur in der Hauptstadt ab dem Frühjahr 2012 nach zwölf Schuljahren abgelegt werden soll. Die Kinder sollen außerdem schon mit fünfeinhalb Jahren eingeschult werden.

Die Lehrpläne würden entsprechend geändert, erklärte die Sprecherin des Kultusministeriums, Claudia Piatzer. "Wenn im Biologieunterricht Säugetiere behandelt werden, gibt der Lehrer eben statt fünf nur noch ein Beispiel." Es werde nur am Umfang, nicht an den Inhalten gespart. "Das achtjährige Gymnasium wird die hohe Qualität bayrischer Bildung erfüllen und die Kinder und Jugendlichen nicht überfordern", sagte Stoiber.

In NRW Konzept bis zu den Osterferien

In Nordrhein-Westfalen will Schulministerin Ute Schäfer bis zu den Osterferien ein Konzept für die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre vorlegen. Es gebe Überlegungen, erste Bildungsgänge zum Abitur nach zwölf Schuljahren im Schuljahr 2005/06 zu starten, sagte Sprecher Ralph Fleischhauer. Die Koalition von SPD und Grünen hatte sich im Juni vergangenen Jahres grundsätzlich darauf geeinigt, das Abitur nach zwölf Jahren künftig als Regelfall einzuführen, daneben aber auch weiterhin Bildungsgänge mit dem Abitur erst nach 13 Schuljahren anzubieten.

Offen sei noch, wie das zwischen den Kultusministern vereinbarte Mindestvolumen von 265 Wochenstunden vor dem Abitur künftig auf acht statt neun Jahre verteilt werden könne, sagte Fleischhauer. Derzeit absolvierten Schüler in NRW bis zum Abitur 273 Wochenstunden. Geklärte werden müsse auch die Finanzierung, da die Übergangszeit mit zusätzlichen Kosten verbunden sei.

Berlin: Setzen "bildungspolitische Maßstäbe"

Auch in Berlin wurde ein neues Schulgesetz verabschiedet. Der Berliner SPD-Landesvorsitzende und Stadtentwicklungssenator Peter Strieder sagte, Berlin sei das erste Bundesland, das auf den Pisa-Schock reagiert habe. "Damit setzt Berlin bildungspolitische Maßstäbe." Wichtigste Ziele der Reform seien, die Bildungschancen, die Qualität der schulischen Angebote und die Integration ausländischer Schüler zu verbessern, erklärte Strieder. Dazu gehöre die Einschulung mit fünfeinhalb Jahren - verbunden mit einer verbindlichen Sprachstandsprüfung -, die flächendeckende Einführung der Halbtagsgrundschule bis 2006 und das Abitur nach Klasse 12. Es tritt am 1. Februar in Kraft.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.