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Statistisches Bundesamt: Den Preistreibern auf der Spur

Viele Verbraucher fürchten steigende Preise durch die Mehrwertsteuererhöhung zum Januar 2007. Deswegen will das Statistische Bundesamt mit einer Internetseite verdeutlichen, welche Preise unabhängig von der Steuer erhöht werden.

Ob Brötchen, Jeans und Benzin wegen der Mehrwertsteuererhöhung im kommenden Jahr teurer werden, können Verbraucher nun selbst im Internet verfolgen. Das Statistische Bundesamt in Wiesbaden hat am Mittwoch einen Preismonitor ins Internet gestellt, der die Preisentwicklung von 42 häufig gekauften Produkten zeigt. Anhand von Grafiken können Käufer beobachten, wie sich in den kommenden Monaten Waren und Dienstleistungen verteuern. Das Angebot reicht von Schokolade über Hundefutter, Staubsauger, eine Einbauküche bis zum Haarschnitt und der Autoreparatur.

Die Statistiker haben nun die Produkte zusammen mit der Verbraucherzentrale Bundesverband ausgewählt und beziehen die Preise immer auf den Monat Juni 2006. Mit Hilfe von Grafiken können Verbraucher sehen, um wie viel Prozent die Preise höher oder niedriger liegen als im Bezugsmonat. So kostete etwa ein Bier Anfang 2000 rund zehn Prozent weniger als im Juni 2006, ein Computerbildschirm jedoch etwa 170 Prozent mehr.

Daten stammen aus 40.000 Geschäften

"Als Folge der 'Euro-Teuro-Diskussion' bei der Euro-Einführung wollen wir dieses Mal transparent machen, wie sich die Mehrwertsteuererhöhung tatsächlich auswirkt", sagte ein Statistiker. Die Grafiken geben an, um wie viel Prozent die Preise im jeweiligen Monat höher oder niedriger liegen als im Juni 2006. Die Seite wird bis Mitte 2007 regelmäßig aktualisiert. Die Daten basieren auf Beobachtungen, die Mitarbeiter in 40.000 Geschäften in ganz Deutschland machen. Die Mehrwertsteuer soll zum 1. Januar 2007 von 16 auf 19 Prozent steigen.

Das Amt erklärte jedoch einschränkend: "Der Preismonitor gibt keinen Aufschluss darüber, ob eine Preiserhöhung bei einer Güterart tatsächlich auf die Mehrwertsteueranhebung zurückzuführen ist oder ob sie auf anderen Ursachen beruht." Dafür entlarvt der Preismonitor aber auch versteckte Preiserhöhungen: Wenn ein Hersteller bei gleichem Preis die Verpackung verkleinert, wird dies in der Statistik - die pro Gramm misst - als Preiserhöhung verbucht. Auch wenn sich die Qualität eines Produkts, zum Beispiel durch die Ausstattung von Computern ändert, wird dies berücksichtigt.

Einzelhandel will Steuererhöhung weitergeben

Der Einzelhandelsverband HDE hatte bereits angekündigt, Einzelhändler würden wegen ihrer geringen Gewinnmarge versuchen, die Steuererhöhung so weit wie möglich an ihre Kunden weiterzureichen. Spekulationen, wonach die Branche ihre Preise im Vorgriff auf die höhere Steuer bereits im laufenden Jahr anheben könnte, hatte der Verband mit Verweis auf den harten Wettbewerb zurückgewiesen. Experten erwarten, dass Verbraucher Ausgaben vor allem für hochwertige und teure Produkte in dieses Jahr vorziehen, um die Steuererhöhung zu umgehen.

DPA/AP/Reuters / AP / DPA / Reuters

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.