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Studium: Mehr Geld für gute Bildung

Bayerns Fachhochschulen fordern mehr Geld und Personal. Weniger beliebte Studiengänge sollen zusammengelegt werden.

Trotz des Sparkurses der Staatsregierung wollen die Fachhochschulen in Bayern mehr Geld und Personal. Das ist nach Ansicht der Fachhochschulrektoren notwendig, um den von der Staatsregierung gewünschten Anstieg der Studentenzahlen bewältigenden zu können. In ihrem am Dienstag in München vorgestellten Zukunftskonzept kündigten die Fachhochschulen außerdem an, gering nachgefragte Studiengänge zusammenzulegen. Massive Kürzungen des Studienangebots soll es aber nicht geben.

Anzahl der FH-Studenten steigt

Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) räumte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit den Leitern der Fachhochschulen ein, dass es beim Personal Nachholbedarf gebe. "Wenn die Wirtschaft wieder in Schwung kommt, sind wir in der Lage, das einigermaßen zu bewältigen", sagte er. Der Anteil der an einer FH eingeschriebenen Studenten soll bis 20013/14 von derzeit rund 30 auf 40 Prozent steigen. "Da brauchen wir mehr Mitarbeiter, das ist ganz klar", sagte Erich Kohnhäuser, der Präsident der FH Regensburg.

Wo welche Studienangebote gestrichen werden könnten, soll wegen des drohenden Streits mit Studenten und Regionalpolitikern nicht öffentlich diskutiert werden. Kohnhäuser betonte aber, dass keine massiven Streichungen geplant seien. "Dass wir einen Studiengang vollkommen herausnehmen, das wird es sehr selten geben." Verbesserungsbedarf sehen die Fachhochschulen bei den Baustudiengängen und der Sozialarbeit. Überwiegend halten die Fachhochschulen ihre Studiengänge aber jetzt schon für Top-Angebote, wie aus dem Papier hervorgeht. Die Fachhochschulen wollen außerdem ihre Zusammenarbeit verbessern - etwa durch gemeinsame Nutzung teurer Labors.

Diplom wird ersetzt durch Bachelor und Master

In den kommenden Jahren wollen die Fachhochschulen außerdem den traditionellen Diplom-Abschluss abschaffen und durch die international üblichen Bachelor und Master-Abschlüsse ersetzen. Goppel hatte sowohl die Universitäten als auch die Fachhochschulen aufgefordert, Reformkonzepte vorzulegen. Im Gegenzug will der Wissenschaftsminister Planungssicherheit gewährleisten, damit die bayerische Wissenschaft von überraschenden Kürzungsplänen verschont bleibt. Die Vorschläge der Fachhochschulen werden nun von einer Expertenkommission bewertet. Das Ergebnis soll Anfang 2005 vorliegen. (DPA)

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