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Flüchtlinge in München: Bayerische Staatsregierung richtet Krisenstab ein

2000 Asylbewerber warten in München darauf, registriert zu werden. Doch die Behörden sind überfordert. Ein Krisenstab der Staatsregierung soll den akuten Notstand bewältigen.

Angesichts wachsender Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen wollen die bayerischen Behörden vom normalen  Verwaltungsmodus in den "Krisenmodus" wechseln

Angesichts wachsender Probleme bei der Unterbringung von Flüchtlingen wollen die bayerischen Behörden vom normalen
Verwaltungsmodus in den "Krisenmodus" wechseln

In Bayern soll ein Krisenstab der Staatsregierung den akuten Notstand bei der Flüchtlingsunterbringung bewältigen. Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) sprach am Dienstag von "krisenartigen Ausmaßen", die Behörden müssten vom normalen Verwaltungsmodus in den "Krisenmodus" wechseln. Als erstes soll der Krisenstab für eine Entspannung der Lage in München sorgen, wo jede Woche Tausende Flüchtlinge eintreffen. Wegen personeller und bürokratischer Engpässe funktioniert die Verteilung auf andere bayerische Regierungsbezirke und Bundesländer nicht richtig. Derzeit warten nach Hubers Zahlen allein in München 2000 Asylbewerber darauf, dass sie behördlich registriert werden.

An dem Krisenstab beteiligen sich mehrere Ministerien, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg, die Landeshauptstadt München, Regierungspräsidien, Polizei, Wohlfahrtsverbände und Bundeswehr. Die Leitung haben Staatskanzleichef Huber und Sozialministerin Emilia Müller (CSU). In einem Lagezentrum, das eigens eingerichtet wird, sollen schnell nötige Entscheidungen getroffen werden. Der Krisenstab tagte am Dienstagmittag erstmals.

ivi/DPA / DPA