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Uni: Wohnheimplätze für Studenten immer knapper

Kein Dach über den Kopf: Für Studenten in Deutschland wird es immer schwieriger, Wohnheimplätze zu bekommen. Mehr als 20 000 Unterkünfte fehlen.

Studenten finden immer schwerer günstige Wohnheimplätze. Bundesweit würden zusätzlich mehr als 20 000 Unterkünfte benötigt, sagte der Generalsekretär des Deutschen Studentenwerks Achim Meyer auf der Heyde am Donnerstag in Kiel. "Der Druck auf das Wohnungsangebot des Studentenwerks steigt." Besonders schwierig sei die Suche nach einem Wohnheimplatz in Ballungszentren wie dem Rhein-Main-Gebiet, Hamburg oder München, aber auch in Studentenstädten wie Freiburg, Heidelberg oder Gießen.

Öffentliche Mittel fehlen

Neue Wohnheime würden wegen fehlender öffentlicher Mittel jedoch trotz steigender Studentenzahlen - derzeit gebe es rund zwei Millionen Studierende - kaum noch gebaut, beklagte das Studentenwerk. Es bezifferte das Volumen des Neubau- und Sanierungsbedarfs auf bis zu 1,1 Milliarden Euro. Insgesamt gebe es derzeit rund 220 000 Wohnheimplätze.

Wohnheime gelten als äußerst günstige Unterkunftsmöglichkeit und sind besonders bei ausländischen Studenten beliebt. So sei der Ausländeranteil innerhalb von drei Jahren von 28 auf 34 Prozent gestiegen. Die durchschnittliche Monatsmiete einschließlich Nebenkosten betrug 2002 in Westdeutschland 163 Euro, im Osten 134 Euro.

DPA / DPA
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