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Widerstand: Studenten kämpfen gegen Sparpläne

Aus Protest gegen Kürzungen im Bildungsetat haben Studenten die PDS-Zentrale in Berlin friedlich besetzt. In Hessen setzten Studierende mit Demonstrationen ihren Protest fort.

Aus Protest gegen Kürzungen im Bildungsetat haben Studenten heute die PDS-Zentrale in Berlin friedlich besetzt. Die PDS teilte mit, sie betrachte die Studenten als ihre Gäste und schließe eine Räumung aus. Gleichzeitig räumten Studenten nach mehr als 24 Stunden das besetzte Büro von Wissenschaftssenator Thomas Flierl (PDS). In Hessen setzten tausende Studierende mit Demonstrationen, öffentlichkeitswirksamen Aktionen und Vorlesungs- Boykotts ihren Protest gegen Studiengebühren und das Sparpaket der hessischen Landesregierung fort.

Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) reagierte mit Verständnis auf die zunehmenden Proteste. In Bundesländern wie Berlin, Bayern oder Niedersachsen, wo massiv bei den Hochschulen gekürzt werde, dürfe man sich über den Ärger mit den Studierenden nicht wundern, sagte Bulmahn der "Saarbrücker Zeitung".

Über 50 Prozent der Deutschen lehnen Studiengebühren ab

Die Studenten der Frankfurter Universität beschlossen, ihren Vorlesungs-Boykott eine vierte Woche fortzusetzen. Auch an der Berliner Humboldt-Universität soll der von zahlreichen öffentlichen Aktionen begleitetet, so genannte Streik weitergehen. Für Donnerstagmittag planen alle drei Berliner Universitäten eine Demonstration vom Potsdamer Platz zum Roten Rathaus. Auch am Samstag soll es wieder eine Protestkundgebung in der Innenstadt geben.

56 Prozent der Deutschen lehnen nach einer Emnid-Umfrage im Auftrag der in Berlin erscheinenden Zeitung "Die Welt" die Einführung von Studiengebühren ab. 38 Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus.

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