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Grün, gelb oder braun: Eine Expertin verrät, wann man eine Banane wirklich essen sollte

Wird die Banane frisch geerntet, ist sie meist grün. Reift sie, wird sie gelb. Bleibt sie länger liegen, färbt sie sich braun. Aber welcher Reifegrad ist besonders gut zum Verzehr geeignet? Eine Expertin kennt die Antwort. 

Banane

Welcher Reifegrad einer Banane ist am besten?

Getty Images

Die Banane ist Geschmackssache. Manche mögen sie grün, wenn sie noch nicht so richtig weich ist, und mehr nach Stärke als nach Zucker schmeckt. Andere schwören darauf, dass die Frucht sonnengelb ist und bereits einen süßlichen Duft verströmt. Braune Bananen kommen häufig beim Backen zum Einsatz. Das macht vor allem Sinn, wenn man es vorher nicht geschafft hat, sie zum perfekten Reifegrad zu essen. Aber gibt es den eigentlich? Und wann hat die Banane eigentlich ihr Optimum? Wir haben mit Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm über diese Instagram-Grafik gesprochen, wann man eine Banane am besten essen sollte.

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Grünlich ( Stufe 0-2): Das sagt die Expertin: "Schmecken roh noch nicht – pelzig-fad. Kann man verwenden wie Kochbananen, also wie ein Gemüse. Toll als Chips in wenig Öl gebraten und pikant gewürzt. Oder wie Kartoffeln in Aufläufen, als Suppe oder im Curry."

Gelb-grün (Stufe 3-5): Das sagt die Expertin: "Schmeckt schon süßlich, aber noch ein bißchen stumpf (erst die halbe Stärke zu Zucker umgewandelt), ist aber fest mit Biss. Prima auf Reisen (zerdetscht nicht) und für Diabetiker, weil der Blutzuckerspiegel nicht so schnell steigt."

Gelb (Stufe 6-8): Das sagt die Expertin: "Sämtliche Stärke ist abgebaut, Vitamin C top, Aroma ebenfalls: Optimaler Essgenuss"

Gelb mit dunklen Teilen (Stufe 9-11): Das sagt die Expertin: "Langsam wird sie weich und mehlig – sehr süß. Wunderbar für Desserts, Bananenmilch, Müslimixe oder in der Pfanne mit Sesam und Honig gebraten. Auch für Bananenbrot toll. Sie ersetzt dann auf gesunde Art den Zucker, lässt sich toll pürieren."

Dunkel mit kleinen  gelben Teilen (Stufe 12-15): Das sagt die Expertin: "Wird immer mehliger, bekommt glasige Stellen. Enthalten mehr Alkohol, weil mit zunehmender Reife der Zucker zu Alkohol vergoren wird. Ist aber selbst für Kinder unbedenklich. Immer noch gut für Desserts. Ideal für Eis: Eingefroren und püriert ist sie dann Basis für Eiskreationen mit anderen Obstsorten, vor allem Beeren, aber auch Kakao bzw. Schokolade. Die Banane sorgt für die richtige Konsistenz. Das ist die ideale Resteverwertung für überreife Bananen."

Umso reifer die Banane, desto mehr Vitamin C

Die Fragen, wann die  ihr Optimum hat, ist nicht so leicht zu erklären. Umso reifer die Banane ist, desto weniger Stärke enthält die Frucht. Bei der Reifung wird Stärke (langkettige Mehrfachzucker) in Zucker umgewandelt. Gleichzeitig steigt aber der Gehalt an Vitamin C. "Eine reife Banane hat 70% mehr davon als eine grüne. Ist die Banane noch richtig grün, beträgt der Stärkegehalt 23 %, der Zuckeranteil ist Null! Er steigt bis zur Vollreife auf 22,54 %, während der Stärkegehalt auf 0,6 % sinkt. Zucker liefert dem Körper schnelle Energie, wohingegen die Stärke im Körper zunächst gespalten werden muss. Der Kaloriengehalt bleibt während dieses Prozesses gleich: Kohlenhydrat ist Kohlenhydrat", erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm.

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