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"Die Höhle der Löwen" Mobiles Kochsystem ohne Strom: DeWok im Geschmackstest

DeWok im Test
Im DeWok Lieferumfang enthalten war eine kleine Wokpfanne mit separatem Griff, ein Kochgestell, ein Sicherheitsbrenner, ein Kochlöffel sowie dazu passendes Brenngel
© stern
Steve Müller ist ein großer Freund der asiatischen Küche. Nachdem er die gesunde Genusskultur vor Ort hautnah miterleben durfte, entwickelte er ein mobiles Kochsystem: DeWok kommt nicht nur ohne Strom aus, sondern soll ein vitamin- und nährstoffreiches Kochen ermöglichen. Wir haben den Selbstversuch gewagt.

Inhaltsverzeichnis

Mehrere Jahre lang lebte Steve Müller beruflich bedingt in Asien und lernte dort das gesunde Kochen mit einem Wok kennen und lieben. Dabei reifte in ihm der Gedanke, dass jeder Mensch in den Genuss der asiatischen Esskultur kommen sollte – allerdings hatte die Sache einen Haken: "Das traditionelle Kochen mit einem Wok ist sehr komplex – ich wollte etwas erfinden, dass es erleichtert und noch dazu ohne Strom funktioniert. So kann jede:r immer und überall ganz einfach gesunde und leckere Gerichte zubereiten, ohne Wok-Profi sein zu müssen." Von dieser Idee angetrieben, entwickelte der 41-jährige Ingenieur ein mobiles Kochsystem: DeWok.

DeWok: Das steckt dahinter

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Das transportable Kochsystem ist als Doppelset für bis zu vier Personen oder als Singleset für bis zu zwei Personen erhältlich. Wir haben Letzteres getestet: Im Lieferumfang enthalten war eine kleine Wokpfanne, ein Kochgestell, ein Sicherheitsbrenner (inklusive Löschdeckel), ein Kochlöffel sowie dazu passendes Brenngel mit Bio-Ethanol. Laut Hersteller braucht man für die Inbetriebnahme keinen Strom, sodass DeWok überall eingesetzt werden kann – also nicht nur zu Hause, sondern auch im Garten, beim Camping oder am Strand. Aber was genau soll man darin eigentlich zubereiten? Steve Müller ist davon überzeugt, dass seine Erfindung zum Kochen und Dämpfen, Braten und "Wokken" eingesetzt werden kann. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie asiatisches Gemüse oder Fleisch, Raclette oder Rührei zubereiten wollen. Aber worin genau liegt dann die Besonderheit? "Der Aufbau und die Auswahl der Materialien sind speziell aufeinander abgestimmt und durch die perfekte Temperaturverteilung in der Pfanne soll man vitamin- und nährstoffreich kochen können", lautet die offizielle Erklärung.

DeWok Lieferumfang
Der Wok wird in zwei Teilen geliefert: Der Griff muss noch an die Pfanne geschraubt werden 
© stern

Praxistest: So funktioniert DeWok

Bevor DeWok in Betrieb genommen werden konnte, musste der Brenner bis zur Hälfte mit Brenngel gefüllt werden – schließlich kommt das System ohne Stromanschluss aus. Anschließend wurde er mittig unter dem Kochgestell platziert und das darin enthaltene Brenngel mit einem Streichholz entzündet. Erst danach durfte die Pfanne in die Vertiefung der Natursteinplatte gelegt und erhitzt werden. Zum Anbraten frischer Zutaten wurde in der Anleitung empfohlen, ein Sonnenblumen-, Erdnuss- oder Rapsöl zu verwenden. Daran haben wir uns gehalten. Für den Praxistest wurde von uns verschiedenes Wokgemüse mit Reis in der Pfanne kurz angebraten und mit einer Teriyakisoße (die wir separat zubereitet haben) abgeschmeckt. Und so sah das Ergebnis aus:

DeWok im Praxistest
In dem Wok konnte die Gemüsereispfanne einfach zubereitet werden
© stern

Fazit: Konnte DeWok überzeugen?

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Grundsätzlich funktioniert DeWok wie jede andere Pfanne auch. Allerdings dauerte es wesentlich länger, bis sich die Wärme in dem Wok gleichmäßig verteilt hat – was in Anbetracht der kleinen Flamme unter der Pfanne auch nicht wundert. Die vom Hersteller versprochenen kurzen Garzeiten konnten somit jedoch nicht eingehalten werden. Was an sich nicht weiter tragisch wäre, wenn man keinen großen Hunger hat. Muss es jedoch schnell gehen, wird das Kochen mit DeWok zur echten Geduldsprobe. Hinzukommt, dass die Pfanne für zwei hungrige Mäuler reichen soll. Unser Test hat jedoch gezeigt, dass der Inhalt gerade mal eine Person sattmachen konnte. Auch hier muss man mehr Zeit einplanen oder sein Essen in mehreren Portionen hintereinander zubereiten, ähnlich wie beim Raclette.

Und wie lautet unser Fazit? Alles in allem ist die Erfindung nicht sonderlich innovativ, aber auch nicht schlecht. Die Materialien und das Design wirken sehr hochwertig, wodurch sicherlich auch der nicht ganz günstige Preis zu erklären ist. Ob man DeWok für unterwegs aber wirklich braucht, ist die Frage. Wir würden wahrscheinlich weiterhin auf einen Gaskocher setzen, der genauso ohne Strom auskommt und im Freien genutzt werden kann.

DeWok bekam prominente Unterstützung

Steve Müller war nicht nur auf der Suche nach einem Investor, sondern auch nach einem strategischen Partner: "Auch wenn ich den ganzen Tag durcharbeite, komme ich gerade an meine Grenzen. Ich bin kein Mensch, der dann die Handbremse zieht, sondern möchte weiter nach vorne gehen. Dazu brauche ich einen Partner, der mich mit seinem Team unterstützt." Prominente Unterstützung bei seinem Pitch bekam er von TV-Sternekoch Christian Lohse, der schon ein bekennender Fan von DeWok ist.

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