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Vorsicht, tödlich!: Das sind die acht gefährlichsten Lebensmittel der Welt

Dass der Verzehr von Kugelfischen tödlich sein kann, ist bekannt. Aber wussten Sie, dass Mandeln und auch Bohnen lebensgefährlich sein können? Diese Lebensmittel sollten Sie meiden.

Von Denise Wachter

Kugelfisch ist bekannt, aber auch rohe Mandeln und Bohnen können lebensgefährlich sein...

Kugelfisch ist bekannt, aber auch rohe Mandeln und Bohnen können lebensgefährlich sein...

Essen ist eigentlich ein Genuss, vor allem, wenn man weiß, was in seinen Lebensmitteln enthalten ist. Bei manchen Produkten sollten wir aber Vorsicht walten lassen, denn sie können nicht nur zu Magenverstimmungen führen, sondern auch zum Tod - wenn man sie in großen Mengen zu sich nimmt. Welche das sind, erfahren Sie hier.

1. Bittermandeln

Wer hätte das gedacht - vor allem zur Weihnachtszeit werden Mandeln in rauen Mengen verdrückt. Ob gebrannt, zu Marzipan verarbeitet oder mit Schokolade verfeinert - zum Fest gibt es die Nüsse in allerlei Variationen. Aber wussten Sie, dass sie im Rohzustand lebensgefährlich sein können? Die Bestandteile der rohen Nüsse werden im Magen zu Blausäure umgewandelt. Ernsthafte Vergiftungen sind bei Erwachsenen zwar selten, bei Kindern können jedoch fünf bis zehn Bittermandeln zum Tod führen. Erwachsene sollten den Verzehr von 50 bis 60 rohen Bittermandeln nicht überschreiten. Die Natur hat aber vorgesorgt - durch den unangenehmen Geschmack der rohen Bittermandeln kommt es im Normalfall nicht zu einer Vergiftung.

Der Fliegenpilz ist zwar giftig, aber nicht tödlich.

Der Fliegenpilz ist zwar giftig, aber nicht tödlich.

2. Pilze

Eigentlich weiß es jeder, bestimmte Pilze führen nicht nur zu Halluzinationen, sondern können bei großen Mengen tödlich sein. Das beste Beispiel ist der hübsch-anzusehende Fliegenpilz. Man sollte sich von seiner Optik nicht ablenken lassen, denn bei übermäßigen Verzehr treten Symptome auf, die mit einem Alkoholrausch vergleichbar sind: Verwirrungen, Sprachstörungen, Unruhe - die nach drei Stunden wieder abklingen. Bisher gibt es kein Todesopfer, das auf den Verzehr von Fliegenpilzen zurückzuführen ist. Dennoch gibt es genug Giftpilze, die tödlich seien können, wie der Knollenblätterpilz, der Bambustrichterling oder der japanische Trichterling. Also, Vorsicht beim Pilzesammeln - es besteht häufig Verwechslungsgefahr.

3. Grüne Bohnen

Auch die grünen Bohnen klingen genauso harmlos wie die Bittermandeln zuvor, dennoch sind auch diese roh nur eingeschränkt genießbar. Sie enthalten das giftige Lektin Phaseolin, das durchs Kochen zerstört wird. Das Genießen von rohen Gartenbohnen kann bei Kindern zu heftigen Vergiftungen bis zum Tod führen, wenn sie mehr als sechs rohe Bohnen zu sich nehmen.

4. Muskatnuss

Die Muskatnuss ist auch ein beliebtes Weihnachtsgewürz in Lebkuchen und anderen Leckereien. In geringer Dosis wirkt das Gewürz anregend. Das liegt am etherischen Öl Myristicin, in höherer Konzentration kann Muskatnuss jedoch zu Halluzinationen, Kopf- und Magenschmerzen führen. Schon der Verzehr einer halben Muskatnuss kann bei Erwachsenen tödlich sein - bei Kindern ist die Dosis entsprechend niedriger. Deshalb nicht zu viel des Gewürzes in der Weihnachtsbäckerei.

5. Sannakji oder ein lebendiger Krake

Dass man beim Essen aufpassen muss, nicht zu sterben, ist an sich schon skurril. Dass man das Tier bei lebendigem Leib verspeist, ist aber völlig verrückt. Denn beim koreanischen Gericht Sannakji ist dies genau der Fall - der Krake (ja, das Tier heißt wirklich so) wird lebendig gegessen. Was daran lebensgefährlich ist? Der Krake versprüht nicht irgendein Gift oder tödliches Sekret, wie man es vermuten könnte, nein, die Arme des Tieres sind natürlich immer noch aktiv, wenn das Gericht im Mund landet. Deshalb muss man während des Kauens und Schluckens höllisch aufpassen, nicht zu ersticken. Wohl bekomms!

Der Kugelfisch kann zu quälenden Vergiftungen führen, wenn das Messer falsch angesetzt wird.

Der Kugelfisch kann zu quälenden Vergiftungen führen, wenn das Messer falsch angesetzt wird.

6. Kugelfisch oder die Leibspeise Fugu

Der Mythos des Kugelfischs ist altbekannt und wurde in vielen Hollywood-Produktionen als Mordwaffe eingesetzt. Nicht ganz ungefährlich - denn ein falscher Schnitt kann ganze Armeen lahmlegen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Das Gift Tetrodotoxin (TTX), das sich in Haut, Leber und Eierstöcken des Fisches befindet, nicht aber im Muskelfleisch, wirkt auf die Körpernerven - und zwar so sehr, dass Opfer vollständig gelähmt sind und sich weder bewegen noch sprechen können. Fatal, denn die Vergifteten bleiben bei Bewusstsein, während die Lähmung einen Atemstillstand oder einen Herzstillstand hervorrufen kann. Es gibt aber auch Gegenmaßnahmen: Wenn die Atmung und der Kreislauf in Gang gehalten werden, klingen die Symptome nach 24 Stunden ab. Alle Fugu-Liebhaber können aber aufatmen: Mittlerweile werden Kugelfische zum Verzehr gezüchtet, die kein Tetrodotoxin enthalten - so kann gefahrlos reingebissen werden.

Vorsicht! Maniok kann bei rohem Verzehr zum Tod führen.

Vorsicht! Maniok kann bei rohem Verzehr zum Tod führen.

7. Maniok

Maniok sind stärkehaltige Wurzelknollen, die ursprünglich aus Südamerika stammem und mittlerweile weltweit verbreitet sind. Ähnlich wie die Bittermandeln sind die Wurzelknollen in rohem Zustand giftig, denn auch sie enthalten Blausäure, die bei übermäßigem Verzehr zum Tod führen können. Problemlos sind die Wurzeln abgekocht.

8. Akee-Frucht oder die Nationalfrucht Jamaikas

Diese Frucht ist ein temperamentvolles Gewächs. Denn im Ganzen ist sie ungenießbar - nur der fleischige Samenmantel ist essbar, der Rest der Frucht ist hochgiftig. Das liegt an der Aminosäure Hypoglycin, die zu Erbrechen, Unterzuckerung und auch zum Tode führen kann. Die Frucht sollte erst konsumiert werden, wenn sie sich von selbst öffnet und dann sollte sie eine perfekte Reife haben - unreife und überreife Früchte sind ebenfalls giftig. Nicht ganz einfach mit diesem Früchtchen. Für die Jamaikaner kein Problem - denn sie ist ihre Nationalfrucht.

Saltfish - ein gesalzener und getrockneter Kabeljau - und Akee ist ein beliebtes Gericht auf der Insel. Der Saltfish wird dabei mit Akee, Schweinefett, Zwiebeln, Tomaten, Gemüse, mehreren Pfeffersorten scharf angebraten und dann mit knusprigem Speck und frischen Tomaten serviert. Gefährlich köstlich!

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Kommentare (2)

  • stern-Moderation
    Wir schließen die Kommentare unter diesem Artikel. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an sterncommunity@stern.de. /cs
  • AnnastasiaBaumann
    AnnastasiaBaumann
    Man darf keine Grapefruit essen, wenn man Medikamente nimmt! Grapefruit verstärkt die Wirkung von Medikamenten.

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