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Das steckt dahinter: Wieso Sie Ihre Lebensmittel nach Farben aussuchen sollten

Diese Ernährungsweise ist simpel: Sie wählen Lebensmittel aus bestimmten Farbgruppen und verlieren so an Gewicht. Zumindest lautet so das Versprechen. Was steckt hinter dieser Farbdiät?

Essen nach Farben

Obst und Gemüse fällt unter die grüne Farbkategorie

Getty Images

Das Prinzip ist einfach: Es gibt vier Farbkategorien, denen bestimmte Lebensmittel zugeordnet sind. Grün sind beispielsweise Gemüse und Obst, Bohnen und Hülsenfrüchte. Stärkehaltige Lebensmittel sind pink, Fette und Proteine blau und Lebensmittel, die ein niedriges Nährstofflevel haben, sind rot. 

Die Diätexpertin Janet Thomson, die in den 1990er Jahren einen Erfolg mit ihrem Abnehmbuch "Fat to Flat" landete, legt mit einem neuen Ernährungsplan nach: mit Essen nach Farben. Für sie ist essentiell, dass man sich ausgewogen ernährt. Um dies zu erleichtern, ordnet sie Lebensmittel jenen Farbgruppen zu, aus denen man sich wie folgt bedienen darf: Täglich darf man bis zu acht Portionen aus der grünen Kategorie essen, drei aus der pinken, eine aus der blauen, und niemals darf man sich aus der roten Kategorie bedienen. Außer, um sich für etwas zu belohnen oder sich mal etwas zu gönnen.

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Grüne Lebensmittel: Obst und Gemüse

Die müssen nicht gewogen oder abgemessen werden. Man kann davon so viel essen, wie man mag. Nur getrocknete Früchte sollte man meiden, sie enthalten zu viel Zucker. Thomson empfiehlt zwischen sieben und acht Portionen von Obst, Gemüse, Bohnen und Hülsenfrüchte zu essen.

Pinke Lebensmittel: Stärkehaltige Produkte

Darunter fallen Brot, Kartoffeln, Pasta und Cerealien. Davon sollte man laut Thomson nicht mehr als ein oder zwei Portionen am Tag essen, sogar noch weniger, wenn man abnehmen möchte. Die Diätexpertin empfiehlt Sauerteig- und Vollkornbrot als gesündere Alterantive zu Weißbrot zu wählen und auf Süßkartoffeln, braunen Reis, Quinoa oder Couscous zu setzen.

Blaue Lebensmittel: Fette und Proteine

Blaue Lebensmittel sind Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Nüsse und Samen. Davon sollten sie je eine Portion pro Mahlzeit integrieren. Zu viel Fleisch sollte man trotzdem meiden und lieber zu Fisch oder Nüssen greifen.

Rote Lebensmittel: Alkohol und Zucker

Der Ernährungsplan von Thomson verbannt keine Lebensmittel, dennoch sollte man den Genuss von Wein oder Desserts nicht überstrapazieren.

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Olivenöl  Olivenöl hat einen großen Vorteil, erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, es muss nicht stark bearbeitet werden, weil das Öl bereits im reifen Fruchtfleisch enthalten ist. Hinzu kommt ein hoher Vitamin-E-Gehalt und die positiven Effekte auf Herz und Kreislauf. "Weil es in der Regel kalt gepresst wird, enthält es viele Bioaktivstoffe, die gegen Entzündungen und vorbeugend gegen Krebs wirken. Mit verantwortlich für die positive Wirkung der Mittelmeerküche", sagt die Expertin.

Olivenöl

Olivenöl hat einen großen Vorteil, erklärt Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm, es muss nicht stark bearbeitet werden, weil das Öl bereits im reifen Fruchtfleisch enthalten ist. Hinzu kommt ein hoher Vitamin-E-Gehalt und die positiven Effekte auf Herz und Kreislauf. "Weil es in der Regel kalt gepresst wird, enthält es viele Bioaktivstoffe, die gegen Entzündungen und vorbeugend gegen Krebs wirken. Mit verantwortlich für die positive Wirkung der Mittelmeerküche", sagt die Expertin.

Das sagt die Ernährungswissenschaftlerin dazu

Essen nach Farben klingt simpel und nachvollziehbar. Aber macht es wirklich Sinn, nach Farben zu essen? Der stern hat mit der Ernährungsexpertin Dagmar von Cramm gesprochen. Sie sieht es zweigeteilt: "Das hat wenig mit Farben, sondern eher mit der Lebensmittelpyramide zu tun", sagt die Expertin.

"Gut ist, soviel Gemüse wie möglich zu essen und so wenig Zuckerzeug und Alkohol wie es nur geht. Akzeptabel bezüglich des Ernährungsplans ist auch, dass man zu jeder Mahlzeit Eiweiß in Form von Fisch über Fleisch bis Nüsse und Milchprodukte zu sich nimmt." Kritisch aber findet die Expertin, die drei Portionen von Getreide oder Kartoffeln. Das sei zu wenig und entspreche eher Low Carb. "Insgesamt ist es sicher ein Weg, die Selbstwahrnehmung zu stärken und besser zu essen. Denn man wird automatisch weniger Gebäck, Süßigkeiten und Knabberzeug konsumieren –und dadurch abnehmen." 

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