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Studie Wer nach 8.30 Uhr frühstückt, könnte ein erhöhtes Risiko für Diabetes haben

Frühstück mit Speck
Frühstück nach 8,30 Uhr soll das Diabetes-Risiko erhöhen
© Brigitte Theriault / Getty Images
Ob, wann und wie wir frühstücken sollten, wird regelmäßig untersucht. Eine neue Studie legt nun nahe, dass ein spätes Frühstück ein Hinweis auf erhöhtes Diabetes-Risiko sein kann.

Als der britische Biochemiker Terence Kealey sein Buch zum Frühstücken 2017 auf den Markt brachte, schaffte es der Schlachtruf "Frühstücken ist das neue Rauchen" in die weltweiten Schlagzeilen. Seitdem gibt es regelmäßig neue Untersuchungen, ob, wann und wie wir morgens essen  sollten - oder eben nicht essen sollten.

Im Zuge einer Endokrinologie-Tagung wurde kürzlich eine Studie vorgestellt, die ein erhöhtes Typ-2-Diabetes-Risiko in Zusammenhang mit einem späten Frühstück stellt. Demnach haben Menschen, die früh frühstücken einen besseren Blutzuckerwert. Eigentlich untersuchten die Forscher die Auswirkungen des Fastens und kamen so zu ihren Ergebnissen. "Wir fanden heraus, dass Menschen, die früher am Tag mit dem Essen beginnen, einen niedrigeren Blutzuckerspiegel und eine geringere Insulinresistenz hatten, unabhängig davon, ob sie ihre Nahrungsaufnahme auf weniger als 10 Stunden pro Tag beschränkten", sagte Marriam Ali, leitende Forscherin der Studie, von der Universität in Chicago.

Risikofaktor Diabetes

Für die Studie untersuchten Ali und ihr Team die Daten von über 10.000 Erwachsenen. Sie fanden heraus, dass intermittierendes Fasten oder Essen während eines begrenzten Zeitfensters von 10 Stunden oder weniger pro Tag mit einer höheren Insulinresistenz verbunden war. Das bedeutet, dass Menschen, die fasteten, weniger auf Insulin reagierten, ein Hormon, das den Blutzucker reguliert. Insulinresistenz gilt als ein Risikofaktor bei Typ-2-Diabetes. Allerdings: Diese Ergebnisse stehen im Widerspruch zu anderen Untersuchungen. Dort fanden Forscher heraus, dass Fasten die Insulinsensitivität erhöht. 

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Menschen, die allerdings vor 8.30 Uhr etwas aßen, wiesen eine geringere Insulinresistenz auf. Und während das Fasten für den Blutzuckerspiegel wohl keine Rolle spielt, tut es ein frühes Frühstück. Menschen, die vor 8:30 Uhr aßen, hatten auch einen niedrigeren Blutzuckerspiegel. Laut Ali legen die Ergebnisse nahe, dass das Timing des Essens sich stärker als angenommen auf den Stoffwechsel auswirke. 

kg

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