HOME

Es ist nicht 'Friss die Hälfte'!: Das ist die schlechteste Diät, die Sie machen können – sagen Experten

Jedes Jahr aufs Neue stellt sich im Januar die Frage: Welche Diät mache ich dieses Jahr? Dass es bei den Ernährungsumstellungen gewaltige Unterschiede gibt, hat ein amerikanisches Nachrichtenmagazin nun aufgedröselt.

Experten warnen vor der Keto-Diät - zu viel Fett, zu unausgewogen, zu extrem

Experten warnen vor der Keto-Diät - zu viel Fett, zu unausgewogen, zu extrem

Low Carb, Mediterrane-Diät, Paleo, Weight Watchers, vegetarisch, traditionell asiatisch, Biggest-Loser-Diät, Atkins-Diät, vegan, makrobiotische Diät – die Liste, welche Diät oder Ernährung die beste sein soll, ist schier endlos. Und jede wird als die perfekte Diät propagiert. Dass es bei den Ernährungsweisen gewaltige Unterschiede gibt, haben Gesundheitsexperten wie Ernährungswissenschaftler, Spezialisten für Diabetes und Herzerkrankungen und andere für das amerikanische Nachrichtenmagazin "U.S. News & World Report" aufgedröselt.

Generell gilt: Es ist wichtig, sich ausgewogen zu ernähren. Genug Ballaststoffe beispielsweise aus Gemüse zu sich zu nehmen, wenig Fleisch, viel Proteine aus Milchprodukten, sich ausreichend bewegen. Meiden sollte man einfache Kohlenhydrate wie Weißmehl, Kuchen und Zucker. Dieser Faustregel würde wohl kein Gesundheitsexperte widersprechen. 40 Diäten haben Experten für "U.S. News" bewertet. Die schlechteste Diät, die man auf keinen Fall ausprobieren sollte, ist für die Wissenschaftler die Ketogene Diät, kurz Keto-Diät. 

Wobei handelt es sich bei der Ketogenen Diät?

Das Ziel bei der Ketogenen Diät ist es, Gewicht durch Fettverbrennung zu verlieren. So weit so gut. In der Theorie reduziert man Kohlenhydrate drastisch und isst sich an Fetten satt. Eigentlich ähnelt die Keto- der Low-Carb-Diät, nur dass man hierbei so gut wie keine Kohlenhydrate mehr zu sich nimmt. Die Keto-Diät ist extrem. Der Körper holt sich die Energie übers Fett - und nicht über Zucker - und versetzt den Körper in eine Art Hungerstoffwechsel. Erhält der Körper keine Kohlenhydrate zum Verwerten, greift die Leber auf Fett zurück und bildet einen Glukoseersatz, die sogenannten Ketone - daher der Begriff Ketogene Diät. Tabu sind Brot, Nudeln, Zucker, Kartoffeln, viele Obst- und Gemüsesorten sowie Hülsenfrüchte und Milch.

Der Vorteil: Mit dieser Methode purzeln die Kilos in kürzester Zeit. Nur ist das alles andere als gesund, zu schnell setzt der Jo-Jo-Effekt ein, wenn man sich wieder normal ernährt. Experten sehen die Diät mit Sorge. "Diese Diät steht im Widerspruch zu allem, was wir über langfristige Gesundheit wissen", sagt ein Experte. Vor allem in Hinblick auf die Nährstoffzufuhr schneidet die Keto-Diät schlecht ab. 70 Prozent der Kalorien werden über Fett aufgenommen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, nicht mehr als 30 bis 35 Prozent Fett im Hinblick auf die Gesamtenergiezufuhr zu sich zu nehmen.

Experten warnen, dass die Keto-Diät extrem und unausgewogen sei. Vor allem wegen des hohen Fettanteils der Ernährung. "Jede Diät, die empfiehlt, Speck zu naschen, kann als gesundheitsfördernde Art des Essens nicht ernst genommen werden", sagt ein anderer Experte.

Zudem birgt die Keto-Diät gesundheitliche Risiken: Menschen mit Nieren- oder Lebererkrankungen sollten die Ernährung nicht ohne Absprache ihres Arztes machen. Kranke, Schwangere, Untergewichtige und Menschen mit Herzerkrankungen oder Essstörungen sollten von der Keto-Diät sowieso absehen. Manche Experten warnen sogar davor, dass die Diät Muskelverlust mit sich führen kann. Es gilt: Stellen Sie Ihre Ernährung nicht um, bevor Sie nicht Ihren Arzt konsultiert haben.

 

Backen ohne Kohlenhydrate: Low-Carb-Brot - so backt man es selbst